Das Kärnten - E-Book

DAS KÄRNTEN Klagenfurt/Klagenfurt Land/St. Veit/Glan Österreichische Post AG - RM GZ 19A041618 K - unabhängig Trend bei der Bestattung Kärnten: Diamanten für die ewige Ruhe! Ungewöhnliche Form als Erinnerung an einen geliebten Menschen: Schmuckstücke aus der Asche der Verstorbenen. Zuletzt verstärkte Nachfrage. S. 7 Zahlt sich Politik aus? „Der einzige Weg, um das Verhalten der Politiker zu ändern, ist, ihnen das Geld wegzunehmen“, schrieb Ökonom Milton Friedmann. Damit meinte Friedmann nicht unbedingt „satte“ Politikergehälter, sondern Mittel aus dem Steuertopf. Freilich macht sich in Städten schon ein einfacher Gemeinderatssitz bezahlt. So beziehen die 45 Klagenfurter Gemeinderäte rund 900 Euro Entschädigung im Monat, Ausschuss- und Club-Obleute entsprechend mehr. Der Klagenfurter Bürgermeister darf sich monatlich über ein Bruttogehalt von 12.881 Euro (14-mal im Jahr) freuen, seine Stellvertreter erhalten 10.926 Euro, Stadträte immerhin rund 9.500 Euro. Ein Nationalrat wird mit 10.351 Euro entlohnt, wie ein einfacher EU-Abgeordneter. Zum Vergleich: Der Kärntner Landeshauptmann erhält eine Monatsgage von 18.751 Euro. Das St. Veiter Stadtoberhaupt (das Monats-Bruttogehalt richtet sich nach der Einwohnerzahl) darf sich über 7.443 Euro freuen. Wer einen Blick in den (immer noch nicht verkleinerten) Klagenfurter Gemeinderat riskiert, findet dort interessante Vertreter: Etwa den ehemaligen Vize-Stadtchef Alois Dolinar. Auch sein Sohn Matija ist vertreten. Dort sitzen zudem die Ex-Stadtsenatsmitglieder Alexander Kastner, Max Habenicht, Markus Geiger, Wolfgang Germ und Corinna Smrecnik. So wirkt das Gremium wie ein Abschiebeplatz. Oder streben diese Räte erneut nach höheren Weihen? Die Monatsgage wird es wohl nicht sein … -dg Zeljko Karajica stürzt Austria ins Chaos S. 14 Karl Ploberger: So wird Ihr Garten wieder frühlingsfit S. 12 Cosmó vertritt Österreich beim ESC S. 8 Ausgabe März 2026 Martin Kulmer: Der St. Veiter SP-Bürgermeister will weitere wichtige Projekte umsetzen S. 5 Fußballlegenden Andi Herzog &Toni Polster Neues Buch„ Wir lachen bis heute“ S. 10 © Christian Berger © Ellior Sopper beigestellt ANZEIGE Ein Diamanten-Ring als Erinnerung an eine geliebte Person – dieser Trend macht sich in Kärnten bemerkbar. © Wolfgang Moosbrugger Foto: FritzPress

das KÄRNTEN AKTUELL 2 IMPRESSUM: Die Agentur – Verlag – Heinz Knapp Herausgeber/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-kaernten.at Chef-Redakteur: Dr. Harald Raffer, h.raffer@das-kaernten.at Grafik: Daniel Knapp, d.knapp@das-kaernten.at Lektorat: Alfred Eichhorn Druck: CARINTHIA GmbH & Co KG Kolumnisten: Dr. Barbara Zink, Dompfarrer Dr. Peter Allmaier, Mag. Peter Weitzel, Dr. Günter Schmiedauer, Karl Ploberger Vertrieb: Österreichische Post AG, Villach Verlagsadresse/ Rechnungswesen: Die Agentur - Unabhängige Monatszeitung, Chorturmblick 1, 9020 Klagenfurt Offenlegung gem. § 25MedienG: Online: www.das-kaernten.at Bei Bezahlte Anzeigen, PR-Artikeln & namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 06.03.2026, 10:00 Uhr DAS KÄRNTEN erscheint in regelmäßigen Abständen im gesamten Bundesland. Zusätzlich informiert Sie unsere Zeitung periodisch und flächendeckend in verschiedenen Regionalzonen. Diese Ausgabe betrifft den Raum Klagenfurt Stadt/Klagenfurt Land und St. Veit an der Glan. Dabei interessiert uns auch Ihre Meinung zu den brennenden Problemen rund um die Lindwurm- und die Herzogstadt. Schreiben Sie uns einfach! Gerne veröffentlichen wir Ihre Ansichten zu Themen, die die Menschen bewegen. Es sind oft banale Vorfälle im hektischen Alltag, die Leute vor den Kopf stoßen oder für unnötigen Ärger sorgen. Uns geht es nicht nur um informative Schlagzeilen aus Mittel-Kärnten, sondern auch um ausgesuchte Nachrichten aus unserem Bundesland und dem Bundesgebiet. Wie sieht es etwa mit der Kärntner Parteienlandschaft aus? Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser tritt bekanntlich am 31. März zurück und macht für SPChef, Landesrat Daniel Fellner Platz, der am 7. April vom Landtag zum Regierungschef gekürt wird. LH-Vize Gaby Schaunig mutiert dann eine Woche zur offiziellen Landeschefin. Ein kurzes PolitikGlück. Schaunig wurde in der Vergangenheit als mögliche SP-Spitzenkandidatin für Klagenfurt genannt, dürfte aber abwinken. Manche Genossen vergessen außerdem nicht, dass „die Gaby“ als AmbrozyNachfolgerin 2008 ihre Funktion als „rote“ Landesschefin überraschend zurückgelegt hat. Fellner schließt weiterhin eine mögliche Zusammenarbeit mit den „Blauen“ nicht aus, obwohl die SP/VP-Koalition hält und aufkommende Schalmeienklänge der FP für die „Schwarzen“ mit Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber nicht erhört werden dürften. Gruber „schießt“ sogar medienwirksam gegen seinen Parteikollegen Innenminister Gerhard Karner, weil sich dieser nach dem umstrittenen Polizeieinsatz auf dem Persmanhof nicht hinter seine „braven“ Ordnungshüter gestellt hätte. Freilich ist nichts in Stein gemeißelt – und gerade die ÖVP hatte sich in der Vergangenheit auf Landes- und Bundesebene auch als Dritter im Bunde zum lachenden Sieger küren lassen. Ob die FP das derzeitige Umfragehoch mit einem Spitzenkandidaten Erwin Angerer weiter ausbauen kann, bleibt mehr als fraglich. Es gibt Stimmen in der FP, die sich einen zugkräftigeren Landesparteiobmann wünschen. Dem Team Kärnten kommen hingegen wichtige Aushängeschilder abhanden – etwa die Bürgermeister von Klagenfurt oder Keutschach. Obmann Gerhard Köfer hat angeblich Villach als neue Spielwiese „im Visier“. Bürgermeister Günther Albel (SP) dürfte das nicht sonderlich schrecken. Zuletzt fiel das Team Kärnten (hervorgegangen aus dem Team Stronach) mit dem Kauf einer prächtigen Luxusvilla am Millstätter See auf. Grüne und Neos spielen in der Landesliga auf der „Politik-Ersatzbank“. „Degradierte“ Abteilung? Derzeit rumort es in der Kulturszene. Landeshauptmann Peter Kaiser gilt als Kenner und Förderer von Kunst und Kultur. Derzeit scheint noch ungewiss, welches Regierungsmitglied die Landeskulturagenden übernehmen wird. Man fürchtet, dass im Rahmen eines angekündigten Reformprozesses die Kulturabteilung zu einer Unterabteilung „degradiert“ werden könnte. Auf diese Weise stünden Förderungskürzungen für die Literatur, Musik, Bildhauerei, Malerei und das Theaterwesen im Raum. Dabei wurde 2026 Kärnten zum „Jahr der Literatur“ erklärt – kein Wunder, bei diesem Reichtum an Sprache und schreibsüchtigen Autorinnen und Autoren, darunter ein Nobelpreisträger! Um die Kultur in den nächsten Jahren ordentlich zu vermarkten, wurde sogar eine Agentur verpflichtet – für ein fürstliches Honorar, mit dem man besser sinnvolle Kulturinitiativen unterstützen sollte. Die Einleitung zum „Jahr der Literatur“ im Musil-Haus verlief für manche Insider ziemlich enttäuschend: Keine klare Ansage, keine Daten und Fakten, keine Kritik an einer möglichen Degradierung der Kulturabteilung. Nur „Schönwetter“-Reden und ein Bookoskop zur Unterhaltung der Zuhörer. Dafür wird einer der Agentur-Mitarbeiter an der Gerüchtebörse als möglicher künftiger Landesgalerie-Chef gehandelt. Hoffentlich hat das „Jahr der Literatur“ mehr zu bieten … Zum Sport: Hier beherrschte die Austria Klagenfurt seit Monaten die negativen Schlagzeilen. Ein von Realitätsverlust geplagter Clubbesitzer, der selbst nicht mehr wusste was er von seinen getätigten Aussagen noch glauben sollte, wurde schlussendlich in den Konkurs überführt und hat einen enormen Schaden hinterlassen. Das ewige Hin- und Her über die bevorstehende Insolvenz und Erhebungen der Staatsanwaltschaft ließen die Fans der ehemaligen Bundesligatruppe immer wieder zittern. Einfach nur peinlich ... Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp Sieben Jahre lang betreute eine Unterkärntnerin ihre betagte Tante, pflegte und kümmerte sich liebevoll um sie. Auch nachdem die mittlerweile über 80-jährige Dame vor drei Jahren in ein Altenpflegeheim des Sozialhilfeverbandes Klagenfurt-Land untergebracht werden musste, riss der Kontakt nicht ab. Nach einiger Zeit äußerte die Nichte allerdings den Verdacht, dass ihre Verwandte möglicherweise ohne ärztliche Anordnung Medikamente bekommen hätte und beschwerte sich deshalb bei Mag. Johannes Leitner, Bezirkshauptmann von Klagenfurt-Land und Geschäftsführer des regionalen Sozialhilfeverbandes. Die Folge: Ein Hausverbot für das Heim. Danach traf sich die Unterkärntnerin außerhalb der Pflegeeinrichtung mit ihrer Tante und anderen Heiminsassen. Es wurde geplaudert und gejausnet. Am 14. September des Vorjahres, als sich die Nichte auf dem Parkplatz mit ihrer Verwandten und mehreren Seniorinnen aufhielt, erschien die Polizei. Der Klagenfurter Rechtsanwalt Dr. Farhad Paya, der die betroffene Unterkärntnerin vertritt, schildert das so: „Bezirkshauptmann Mag. Johannes Leitner erteilte dem zuständigen Polizeiposten rechtswidrig und ohne gesetzliche Grundlage den Auftrag, die auf dem Parkplatz anwesenden Personen zu entfernen. Fünf bis sechs Polizisten mit zwei Streifenwagen waren vor Ort und verlangten von den überraschten Anwesenden, das Gelände zu verlassen, weil sie sonst eine Anzeige erhalten würden. Dieser Auftrag des Bezirkshauptmannes ist durch gesetzliche Bestimmungen nicht gedeckt.“ Deshalb erstattete Paya bei der Klagenfurter Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen des Missbrauchs der Amtsgewalt. Am 27. Jänner 2026 – die mittlerweile kranke Tante feierte Geburtstag – wurde der Nichte durch Heim-Mitarbeiter erneut der Zutritt verwehrt. Die Mitarbeiter bezogen sich dabei auf das vom Geschäftsführer erteilte Hausverbot. Über dieses Betretungsverbot ist beim zuständigen Bezirksgericht noch ein Zivilrechtsverfahren anhängig. Anwalt Dr. Paya: „Als meine Mandantin trotzdem versucht hat, ihre Verwandte zu besuchen, erteilte der Bezirkshauptmann der örtlichen Polizeiinspektion den Auftrag, der Frau den Zutritt zum privaten Heim zu verwehren. Dazu ist er allerdings nicht befugt. Auch nicht als Obmann des Sozialhilfeverbandes. Der Bezirkshauptmann übersieht, dass es sich bei der Polizei nicht um seine private Security handelt.“ Mag. Markus Kitz, Sprecher der Klagenfurter Staatsanwaltschaft, bestätigt: „Ja – es liegt eine entsprechende Strafanzeige vor. Wir ermitteln.“ Eine Anzeige bedeute allerdings noch keine Verurteilung. Für eine Stellungnahme war Mag. Leitner nicht erreichbar. Es gilt die Unschuldsvermutung. Ein Klagenfurter Anwalt, der den Sozialhilfeverband Klagenfurt-Land vertritt, erklärt in einem Schreiben, dass ein Betretungsverbot nur als „ultima ratio“ gesetzt wird. Ein vereinbarter Gesprächstermin mit der Nichte wäre von ihr ohne Absage nicht wahrgenommen worden. Nach vorheriger Vereinbarung und mit Einverständnis des Erwachsenenvertreters könne die Frau ihre Verwandte einmal pro Besuchstag im Eingangsbereich des Heimgebäudes abholen und dorthin zurückbringen. Die Unterkärntnerin hätte, heißt es in dem Schreiben weiter, wiederholt unwahre Angaben, insbesondere ehrenrührige bzw. kreditschädigende Äußerungen, getätigt. So ginge es auch um Behauptungen, die den Strafbestand der Verleumdung erfüllen könnten, wenn etwa erklärt werde, die Seniorin würde ohne Indizierung mit Schlaftabletten sediert werden. Das sei selbstverständlich unwahr! H. Raffer Besucherin aus Heim geworfen: Ermittlungen gegen Bezirkschef Betretungsverbot löste Polizeieinsatz aus. Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs gegen Sozialhilfeverband-Geschäftsführer. Herta S. 86 Jahre | Zeitzeugin Spenden Sie auf care.at „Es waren immer Tage des Glücks, wenn ein kam.“ 104.1025003_80_Jahre_Anzeige_Herta_200x128abf_v01_RZ_DasWien.indd 1 05.11.25 16:21 Rechtsanwalt Dr. Farhad Paya: „Keine private Security ...“ Foto: -r

das KÄRNTEN AKTUELL 3 Mit Halvax entsteht ein stimmiger Außenbereich vom Zaun bis zum Gartenhaus. Hochwertige Materialien und durchdachte Konstruktionen sorgen für dauerhafte Qualität. Unser Gartenhaus Sortiment Flyer Unser Hochbeet Sortiment Flyer Unser Zaun Sortiment Flyer Flughafenstraße 14 9020 Klagenfurt am Wörthersee +43 463 93 18 46 office@halvaxpaneele.at MACHEN SIE MEHR AUS IHREM GARTEN www.halvaxpaneele.at Förderungen der Clubs? Bleiben wir beim lieben (Steuer)-Geld im ehemaligen Palais Rosenberg: Heuer soll die Klubförderung für die sechs Gemeinderatsclubs im Rathaus um 20 Prozent erhöht werden – auf insgesamt 550.000 Euro. Vizebürgermeister Ronald Rabitsch (SP) spricht von „Unanständigkeit“ und will „in Zeiten wie diesen den Betrag halbieren“. Bürgermeister Christian Scheider sieht „einen reinen Vorschlag“. Grüne und Neos mahnen „bei der finanziell angespannten Situation zur Vorsicht“. Mal sehen, was letztlich beschlossen wird. Vielleicht gibt es wieder eine Posse wie um das leidige Ordnungsamt. Für gehörigen Wirbel sorgt die Rechnungslegung für ein Gutachten eines Steuerberaters über den städtischen Finanzhaushalt, das auch Kopien aus anderen Papieren enthält. Die Stadt überwies lediglich die Hälfe des geforderten 72.000-Euro-Honorars. Rathaus-Stimmen kritisieren das Gutachten als „Bürgermeister-Geheimpapier“ und einige Punkte als „No-na-Vorschläge“ und „Abschreib-Übung“ aus anderen Expertisen. Der Wirtschaftsprüfer stellt dies in Abrede und klagt. Er spricht von einer „völlig korrekten Forderung an die Stadtregierung“ … Wer erinnert sich noch an das auffällige Klagenfurter Schachmuseum am Südring? Es musste aus finanziellen Gründen geschlossen werden. „Aus“ für König, Dame, Bauer. Hoffentlich blüht dem Klagenfurter Finanzhaushalt kein Schachmatt. H. R. 15 Kärntnerinnen und Kärntner wurden für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Sport, in Gesang und Musik, in der Traditionspflege sowie im karitativen Bereich ausgezeichnet. Landeshauptmann Peter Kaiser und LHStv. Martin Gruber dankten ihnen bei einer Feierstunde im Spiegelsaal der Landesregierung und überreichten Kärntner Lorbeeren, eine Ehrenurkunde sowie Sportverdienstzeichen. Sportverdienstzeichen in Gold mit Brillanten gingen an Johann Huber als Obmann des Volleyballklubs WörtherSee-Löwen Klagenfurt und Josef Laibacher als Obmann der ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt. Beide bringen sich nicht nur in ihren Vereinen, sondern auch im Kärntner Volleyballverband ein. Sportverdienstzeichen in Silber erhielten Manfred Plössnig als ehemaliger Obmann der Tennisunion Winklern-Rangersdorf und Gerda Oberbichler für ihre Tätigkeit als Kassierin der Tennisunion WinklernRangersdorf. Einen Kärntner Lorbeer in Gold überreichten Kaiser und Gruber an Arno Kronhofer, der seit über 30 Jahren im Rotary Club Hermagor wirkt. Den Kärntner Lorbeer in Gold mit Brillanten bekam Hannes Mikl-Petschnig als Leiter des Polizeichors Villach, er ist auch seit über 40 Jahren im MGV Landskron engagiert. An Hansjörg Granitzer, dem Obmann der Trachtenkapelle Winklern, ging der Kärntner Lorbeer in Gold für sein langjähriges Wirken. Als Funktionärinnen und Funktionäre des Österreichischen Kameradschaftsbundes (ÖKB) wurden mit Kärntner Lorbeeren in Gold mit Brillanten geehrt: Bernhard Bierbaumer (Leiter Hauptreferate Organisation und Orden- und Auszeichnungswesen), Wilhelm Freitag (Vizepräsident Landesverband Kärnten und Bezirksobmann Wolfsberg), Wilhelm Fritz (Präsident Landesverband Kärnten), Heinz Kühberger (Landesfinanzreferent-Stellvertreter und Bezirksschriftführer). Kärntner Lorbeeren in Bronze gingen an die Rangersdorfer ÖKB-Mitglieder Maria Fercher, Elfriede Grader und Christine Lassnig. Ottokar Kerschbaumer, langjähriger Sänger beim MGV Rangsburg, bekam eine Ehrenurkunde als Dank und Anerkennung für seine Verdienste um das Kärntner Liedgut. Mit der offiziellen Gründung der europäischen Wasserresilienz-Allianz hat Kärnten ein starkes Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Wasserpolitik gesetzt. Gemeinsam mit mehreren europäischen Regionen initiierte Landeshauptmann Peter Kaiser das Bündnis im Rahmen der 170. Plenartagung des Ausschusses der Regionen (AdR). „Wasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. Die Folgen des Klimawandels zeigen, dass wir in Europa eine koordinierte, regionale und grenzüberschreitende Strategie für Wassersicherheit brauchen“, erklärte Kaiser. Ziel der Allianz sei es, regionale Kompetenzen zu bündeln und konkrete Vorschläge in den europäischen Gesetzgebungsprozess einzubringen, um einerseits die Wasserversorgung für die Zukunft sicherzustellen und andererseits Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser etwa in Folge des Klimawandels zu koordinieren. Drei Schwerpunkte seien aus Sicht Kaisers von besonderer Bedeutung: Erstens Speicherung und Rückhaltemaßnahmen sowie Versickerung zum Schutz vor Überflutungen, zweitens der Umgang mit zunehmender Wasserknappheit durch gemeinsame Steuerung bei Nutzung und Verteilung von Wasser, und drittens eine nachhaltige Wassernutzung und möglichst verlustfreie Wasserversorgung durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Gründungsdeklaration wurde anschließend an die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, mit der Kaiser darüber hinaus auch ein Gespräch über aktuelle Europa- und geopolitische Herausforderungen führte, sowie an den Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Raffaele Fitto, übergeben. „Die Übergabe der Deklaration ist mehr als ein symbolischer Akt. Sie ist ein klarer Auftrag an die europäischen Institutionen, den Schutz unseres Trinkwassers als Querschnittsmaterie in allen Politikfeldern mitzudenken“, so Kaiser, der auf das Engagement von LR Daniel Fellner zum Schutz der Trinkwasser-Versorgung in Kärnten, z. B. mit der Wasserschiene Kärnten, hinweist. Der Wasserresilienz-Allianz gehören zur Gründung 18 EU-Regionen an, neben Kärnten aus Österreich auch die Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich sowie Regionen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Polen, Spanien und Tschechien. Das Land Kärnten ehrte verdiente Persönlichkeiten „Wasser ist unsere Lebensgrundlage“ Gruppenbild von der Ehrung mit Politikern und Geehrten © GLEISSFOTO.AT ANZEIGE

das KÄRNTEN AKTUELL 4 Eine Ehrung für Herrn Jost? Die Auftritte mancher Klagenfurter Volksvertreter ähneln einem herzhaften Schauspiel der legendären Löwinger-Bühne. Es vergeht kaum eine Woche, ohne skurrile Schlagzeilen, wüste Wortmeldungen, Schuldzuweisungen, Strafanzeigen und „Haltet-denDieb“-Rufen. Es ist schon klar, dass auch die Kommunalpolitik kein ständiger Kindergeburtstag sein kann. Doch gerade in der Landeshauptstadt warten brennende Probleme auf rasche Lösungen. Leider ist Skepsis angebracht, weil die Gemeinde- und Bürgermeisterwahlen Anfang des nächsten Jahres ihre Schatten vorauswerfen. Zunächst scheint nicht einmal klar, welche Partei mit welchem/welcher Spitzenkandidaten/Spitzenkandidatin ins Rennen gehen wird. So manche Anwärter versuchen sich bereits in Stellung zu bringen. Die Stadt hat sich in den letzten Monaten den Ruf eines „Überstunden-Paradieses“ eingebrockt. Man denke etwa an den ehemaligen Magistratsdirektor Peter Jost und dessen rund 800 Überstunden. Auch die Justiz und Aufsichtsbehörden beschäftigten sich mit dieser Causa. Den „normalen“ Magistratsmitarbeitern waren hingegen Überstunden streng untersagt worden. Jost verdiente 2022 neben seinem Jahres-Bruttogehalt von rund 200.000 Euro etwa 60.000 Euro an „zusätzlich geleisteten Stunden“ (inklusive seiner Tätigkeit als damaliger Geschäftsführer der Sportpark GmbH). Wie aus gut informierten Insiderkreisen aus dem Magistrat durchsickerte, wollte der damalige „Magi“ seinen Abschied in den hinausgezögerten Ruhestand unbedingt versüßen – nicht mit weiteren Auszahlungen, sondern einer „entsprechenden Ehrung“, also einer „besonderen Würdigung für seine langjährigen Verdienste und seine verantwortungsvollen Tätigkeiten“. Der Ehrenpfennig wäre wohl zu billig, auch die „Dank-und-Anerkennungsurkunde“ dürfte in diesem Fall nicht reichen. Der Ehrenring, die Ehrenbürgerschaft mit Eintragung ins Goldene Buch oder die Goldene Medaille? Egal! Hauptsache ein hochoffizielles Lob! Wofür? Für ständigen Wirbel rund um den Lindwurm? Ein gemaltes Porträt zwischen ehemaligen Kommunal-Polit-Größen im Chloritschiefer-Stiegenaufgang bleibt logischerweise den bisherigen Stadtchefs vorbehalten. Sicher war es auch nicht sonderlich förderlich, dass der Ex-Magistratsdirektor und Ex-STW-Aufsichtsrat als Nachbar eines geerbten Grundstückes am Südring zunächst Einspruch gegen den Bau des geplanten Hallenbades erhoben hat. Und in der Causa „Dienstverlängerung Jost“ gibt es „Nachwehen“: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bürgermeister Christian Scheider, weil die Stadtführung Anwaltshonorare in der Höhe von über 50.000 Euro am Stadtsenat „vorbeigeschleust“ haben soll. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Mittlerweile geht das Affentheater um die Jost-Nachfolge weiter, obwohl Isabella Jandl dieses Amt bereits besetzt. Jurist und SP-Unternehmer Jürgen Dumpelnik pocht weiter auf diesen gut dotierten Job, weil er bei einer offiziellen Ausschreibung als Erstgereihter hervorgegangen und nicht bestellt worden ist. Er klagt wegen Diskriminierung. Schon einmal gab es „Zores“ mit einer Magistratsdirektorin: Claudia Koroschetz hatte das Amt von 2010 bis 2013 über, verlor dann einen entsprechenden Prozess beim Höchstgericht. Ihr (damals wegen einer „Zulagen-Affäre“ suspendierter) Vorgänger und Nachfolger: Peter Jost (seit 31. Dezember 2023 in Pension). Auch Vizebürgermeister Patrick Jonke (FSP – Freie soziale Bürgerpartei) fiel durch eine „satte“ Überstunden-Verrechnung auf. Es hagelte heftige Wortmeldungen und Rücktrittsaufforderungen der VP, SP und Neos. Als „moralisch fragwürdig“ bezeichnete SP-Personalausschussobmann Martin Lemmerhofer die 1064-Stunden-Abrechnung des ehemaligen Bürgermeister-Büroleiters mit 38.700 Euro brutto und nannte das ehrwürdige Rathaus einen „Selbstbedienungsladen“. Jonke hat kürzlich – er ist Eigentümer des Autoreinigungunternehmens „Car Lovers“ - die Bar „baritalia“ in der Innenstadt übernommen. Wie ebenfalls nachzulesen war, sorgte im Jahre 2023 ein weiterer ranghoher Magistratsbediensteter für eine „gewaschene Abrechnung“ mit 1.400 Überstunden. Das erinnert an die Pörtschacher „Staubfetzen-Affäre“ mit einer 1.100-ÜberstundenAbrechnung einer Gemeinde-Reinigungskraft, die dieser Frau über mehrere Jahre nie entsprechend abgegolten worden sein soll. Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz musste sich deshalb heftige Kritik gefallen lassen. Der Fall mit der Reinigungskraft wirbelte ordentlich Staub auf. Wir erinnern uns weiter: Bei der Klagenfurter Berufsfeuerwehr musste plötzlich intern „gelöscht“ werden. Zunächst tauchten zusätzliche Abrechnungen in der Höhe von mindestens 55.000 Euro des neuen Kommandanten auf, der fehlende Ausbildungsvoraussetzungen nachmachen durfte. Schon darüber schüttelten Kritiker den Kopf. Für Berufsfeuerwehrchef Herbert Schifferl waren das allerdings „reine Anpatzungsversuche“. Dann sorgte Feuerwehr-Offizier und Ex-FP-Vizebürgermeister Wolfgang Germ für Aufregung und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen angeblich unrechtmäßig verrechneter Überstunden. Der Vorwurf bestätigte sich allerdings nicht, das Verfahren wurde eingestellt. 368 Überstunden verrechnete hingegen im Jahre 2022 Ex-FP/ BZÖ-Politiker und „Projektkoordinator“ Martin Strutz, abgesegnet von „Magi“ Jost. Dabei ist die Zahl der aktuellen städtischen Großprojekte ziemlich überschaubar. Und was war nur bei „Klagenfurt Wohnen“ los? Dort hortete eine Mitarbeiterin rund 900 Überstunden, Zeitguthaben fand man auch bei anderen Kollegen. Mittlerweile fordern die Klagenfurter Neos übliche All-in-Verträge für Führungskräfte. Im Zeitraffer Von Harald Raffer Wenig überraschend haben sich die Spitzen von ÖVP, SPÖ und Neos nach einem Jahr gemeinsamen Regierens selbst ein gutes Zeugnis ausgestellt. Es sei noch nicht „alles gut, aber wir sind einen Schritt weitergekommen, damit es gut wird“, bilanzierte Kanzler Christian Stocker (ÖVP) bei einem gemeinsamen Medientermin mit Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) und Neos-Chefin Beate MeinlReisinger nach einem „sehr herausfordernden Jahr“. Vorankommen will man bis zum Sommer unter anderem mit der Gesundheitsreform. Auch will die Regierung von der von ihr eingesetzten Reformgruppe bis Ende März Ergebnisse sehen. Erwartet werden Vorschläge im Rahmen der Reformpartnerschaft zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. Bis Sommer werde die Regierung dann eine politische Entscheidung fällen, die dann ausgearbeitet und bis Jahresende beschlossen werden soll, sagte Stocker. Zweites Jahr als Elchtest Davor steht allerdings noch das Doppelbudget für 2027/28 an, mit dem die Budgetkonsolidierung fortgesetzt werden soll. „Jetzt gehen wir ins Vorsanierungsfinale“, formulierte es Babler und deponierte für die bevorstehenden Verhandlungen seine Forderung nach einer sozial gerechten Gestaltung. Ohne originelle Wortschöpfung kam Neos-Chefin Meinl-Reisinger aus, die Spielräume für Entlastungen schaffen will, besonders hinsichtlich einer Senkung der Lohnnebenkosten. Als größtes Highlight ihrer Koalition sehen alle drei aber offenbar, dass sie den Parteichef der stärksten Partei als Bundeskanzler verhindert haben. So jammerte man unisono über die schwierigen Ausgangsbedingungen, welche die erste Dreierkoalition bei ihrem Amtsantritt am 3. März 2025 vorgefunden habe. Besonders Babler wies dezidiert darauf hin, dass durch die Dreierkoalition eine Regierung mit FPÖ-Chef Herbert Kickl an der Spitze verhindert worden sei. Eigenlob vs. Realität Gleichzeitig waren alle drei sehr bemüht die internen Reibereien in der Koalition unter den Teppich zu kehren und zu kalmieren. Und da gibt es doch einige Baustellen. Kein Wunder, bei drei ideologisch in vielen Bereichen unterschiedlich gepolten Parteien. So hakt es etwa bei der Lehrplanreform, Stichwort Latein, oder bei der Wehrdienstreform. Stichwort Volksbefragung. Weniger positiv bewertet naturgemäß die Opposition die Regierungsarbeit. „Die Regierung lobt sich selbst, aber die Menschen haben nichts zu feiern“, bilanzierte Grünen-Chefin Leonore Gewessler. Viele würden steigende Fixkosten, weniger Unterstützung und wachsende Ungerechtigkeit spüren. Die Regierung sei vor allem durch „Kürzungen auf dem Rücken der Mitte der Bevölkerung“ aufgefallen, während große Vermögen geschont würden, kritisierte Gewessler. FPÖ: Blanker Hohn „Mit der Verlierer-Ampel haben die Österreicher die teuerste, die schlechteste und unbeliebteste Bundesregierung aller Zeiten bekommen. Deshalb hat sie ihre ‚Jahresbilanz‘ hinter verschlossenen Türen gezogen, weil sie bei der Bevölkerung vollkommen unten durch ist und sich ihr nicht einmal mehr ins Gesicht zu schauen traut! Die Flucht vor den Wählern wird spätestens bei den Landtagswahlen im kommenden Jahr ein Ende haben. Freiheitliche Erfolge in den Bundesländern sind daher ein massiver Beitrag dazu, die Verweildauer der Verlierer-Regierung abzukürzen“, erklärte FPÖ-Bundesparteiobmann Klubobmann Herbert Kickl zu Medienberichten, in denen sich Stocker, Babler und Meinl-Reisinger in „abgehobener Selbstgefälligkeit für ihr Totalversagen auch noch loben“ würden. Kickl: „Wenn ÖVP-Bundeskanzler Stocker ernsthaft meint, dass Österreich heute besser dastehe als vor einem Jahr, dann ist das blanker Hohn. Der sofortige Rücktritt und schnellstmögliche Neuwahlen – das sind die einzigen zwei Dinge, die sich die Menschen überhaupt noch von dieser Regierung erwarten!“ Veto von Kanzler Stocker Der kolportierte 10-PunktePlan der Regierung bestehe wieder nur aus „Ankündigungen von großteils bereits Angekündigtem“ und streife die drängenden Probleme Österreichs überhaupt nicht einmal an. „Das zurückliegende Jahr war ein verlorenes Jahr für unsere Heimat. Den Weg des Versagens setzt die Verlierer-Ampel jetzt weiter fort. Sie sorgt nicht für Entlastung bei den hohen Energiepreisen, unternimmt nichts gegen die allgemeine Teuerung, sei es bei den Mieten oder den Lebensmittelpreisen, sondern produziert nur Luftblasen“, so Kickl weiter. Dem widerspricht der Kanzler. Trotz geringer Erwartungen auch an die Haltbarkeit des Regierungsbündnisses sei in dem „sehr herausfordernden Jahr“ Vieles gelungen, so Stocker. „Wir stehen heute besser da als vor einem Jahr“, verwies er auf die verbesserten Konjunkturprognosen, die gesunkene Inflation und die Übererfüllung der Budgetziele auf Bundesebene. H. K. Nach Militärschlägen der USA und Israels gegen den Iran und iranischen Vergeltungsangriffen stellten viele Airlines – ihre Verbindungen in die Nahost Region ein, denn zahlreiche Lufträume wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen. Der Luftverkehr in großen Teilen kam weitgehend zum Erliegen. Tausende Reisende saßen fest oder mussten umgeleitet werden. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden laut Deutscher Presseagentur an sieben großen Flughäfen mehr als 3.400 Flüge gestrichen – darunter in Dubai, Abu Dhabi und Doha. Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate kündigte eine „vorübergehende und teilweise“ Sperrung des Luftraums an. In Dubai wurden alle Flüge am internationalen Flughafen DXB sowie am Al Maktoum Airport (DWC) bis auf Weiteres ausgesetzt. Neben dem Flugverkehr geriet auch der Schiffsverkehr in der Golfregion ins Stocken. Das Kreuzfahrtschiff „MSC Euribia“ mit mehr als 6.000 Passagieren lag Berichten zufolge in Dubai fest, eine geplante Orient-Kreuzfahrt wurde abgesagt. Vom deutschen Anbieter TUI Cruises liegen die Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ fest. „Die Sicherheit unserer Gäste und der Crew hat für uns jederzeit oberste Priorität“, hieß es auf der Website des Anbieters. Eine planmäßige Durchführung der Reisen sei derzeit nicht verantwortbar. Es gibt aber auch Leute, die unfreiwillig dort gelandet sind. Etwa Urlauber, die lediglich eine Zwischenlandung am internationalen Flugdrehkreuz Dubai geplant hatten. Eine Klagenfurterin, die mit ihrem Ehemann in Dubai gestrandet ist, erzählte uns: „Es war der Wahnsinn! Wie im Kino – in einem Kriegsfilm. Wir haben das laute Krachen der Bomben gehört und Einschläge und Rauch gesehen. Das kann man sich einfach nicht vorstellen.“ H. K. Ein Jahr Regierung - Dreierkoalition zieht eine „positive Bilanz“ Iran-Kämpfe verursachen Tourismus-Supergau www.das-kaernten.at Mitglieder der Bundesregierung © BKA/Andy Wenzel

das KÄRNTEN AKTUELL 5 Seminare im Biolandhaus Arche 20.03. bis 26.03. Yogawoche mit basischer Ernährung mit Waltraud Brunner 27.03. bis 29.03. Geomantieausbildung mit Stephan Leiter 29.03. bis 01.04. Spirit of Drums mit Darrel Combs 16.04. bis 19.04. Frauen Retreat mit Andrea Urank 16. bis 19.4. Schamanische Ausbildung mit Brigitta Kuhn Das Biolandhaus Arche auf der Saualm steht seit vielen Jahren für bewussten Urlaub in Kärnten. Als erstes Biohotel Kärntens und eines der ersten Ökohotels Österreichs verbindet das Haus Natur, Ruhe und eine Küche, die vegetarisch kocht und auf Wunsch auch vegan oder glutenfrei ist. Die Arche ist mehr als ein Hotel. Sie ist ein Platz zum Ankommen, Durchatmen und Kraftschöpfen, mit weitem Blick über Kärnten und viel Raum für Erholung. Auch der Fasching gehört zu Jahreslauf. In Bad Gleichenberg ist Ilmar Tessmann zu einem fixen Bestandteil geworden. Seine Stärke liegt im Wechsel zwischen trockenem Humor, Ironie und klar gesetzten Pointen, wodurch die Dialoge besonders lebendig und präzise wirken. Im Bild zu sehen mit Willie Wurzer, Andreas Fischer und dem „singenden Pfarrer“ Franz Brei. Willie Wurzer und Andreas Fischer zählen zu den prägendsten Gesichtern des heimischen Faschings. Mit großer Bühnenpräsenz, starker Mimik und sicherem Timing gehören sie zu den besten Acts, die der österreichische Karneval derzeit zu bieten hat. Ein weiteres Bild zeigt Sabine Franke und Ilmar Tessmann beim offiziellen Empfang der Steiermark, gemeinsam mit LH Mario Kunasek und LH-Stv. Manuela Khom. Dieser Rahmen unterstreicht, welchen Stellenwert der Fasching heute als gelebte Kultur und Teil unserer regionalen Identität hat. Im Biolandhaus Arche richtet sich der Blick nun auf den Frühling und auf das Seminarangebot des Hauses. Die Seminare verbinden Natur, Bewegung, Achtsamkeit und persönliche Entwicklung und nutzen die besondere Atmosphäre der Saualm als Kraftort. Gäste finden hier Raum für neue Perspektiven, für Ruhe und für bewusste Zeit für sich selbst. Ergänzt wird das Angebot durch besondere Tage rund um Ostern mit klassischem Osterbrauchtum, die Erholung, Genuss und Weitblick zusammenbringen. Alle Informationen finden sich auf www.bioarche.at. OSTERN AUF DER SAUALM – JETZT BUCHEN – Biolandhaus Arche, Familie Tessmann, Vollwertweg 1a, 9372 Eberstein-St. Oswald, 04264 8120, www.bioarche.at Biolandhaus Arche – Das erste Biohotel in Kärnten Zahlreiche Seminare verbinden Natur, Bewegung, Achtsamkeit & persönliche Entwicklung und nutzen die besondere Atmosphäre. Er rückt nicht nur als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr zu gefährlichen Einsätzen aus, sondern steht seit April 2020 an der Spitze der Stadtgemeinde St.Veit/ Glan: Der in Friesach geborene Martin Kulmer (Jahrgang 1977). Der gelernte Elektrotechniker wohnt in Hörzendorf und liebt das Wandern und Laufen. Friedrich Knapp sprach mit dem sportlichen SP-Stadtchef über aktuelle Probleme der Herzogstadt. Die Stadt St. Veit soll unter Denkmalschutz gestellt werden. Drei Plätze und eine Gasse müssten aus dem Vorhaben ausgenommen werden. Was ist der aktuelle Stand? Martin Kulmer: Die Verordnung zum Ensembleschutz ist am 9. Februar 2026 in Kraft getreten. Insgesamt sind 76 Gebäude von der gänzlichen oder teilweisen Unterschutzstellung umfasst. Die Stadtgemeinde St. Veit an der Glan erreichte wichtige Entscheidungen im Verfahren zum Ensembleschutz der Altstadt: Die Freiflächen wie der Hauptplatz, der Untere Platz oder der Herzog-Bernhard-Platz wurden von der Unterschutzstellung ausgenommen. Weiters ist es gelungen, das Bundesdenkmalamt zu überzeugen, auch einige Gebäude aus der Unterschutzstellung auszunehmen. Es hat sich bestätigt, dass die Anfechtung der Bescheide berechtigt und erfolgversprechend ist; die Stadtgemeinde stand und steht den Bürgerinnen und Bürgern dabei beratend und unterstützend zur Seite. Daniel Fellner folgt Peter Kaiser als SP-Landeshauptmann. Verspüren Sie Lust auf einen Job in der Landesregierung? Kulmer: Herzliche Gratulation an Daniel Fellner zu dieser verantwortungsvollen Aufgabe. Was mich betrifft: Mein Herz schlägt in und für St. Veit an der Glan. Wir haben hier so viel in Bewegung gesetzt – es gibt noch viele Projekte, die ich mit voller Kraft in die Umsetzung bringen möchte. Mein Job als Bürgermeister ist für mich kein Sprungbrett, sondern eine Herzensangelegenheit. Es gibt Vorwürfe gegen eine Städtische Immobiliengesellschaft, was ein älteres Projekt anbelangt (Wasser- und Heizungschäden, Zensweger Straße). Dort wohnt auch Altbürgermeister Mock. Stimmen die Vorwürfe? Kulmer: Aus Sicht der Bauträgerin (STIG) handelt es sich bei den erhobenen Vorwürfen bezüglich Feuchtigkeitsschäden und bei den Schäden beim Vollwärmeschutz nicht um versteckte Baumängel, daher wird jede Verantwortung grundsätzlich zurückgewiesen. Ob es sich um Baumängel oder altersbedingte Abnützungserscheinungen handelt, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Je nachdem entscheidet sich, wer für die Mängel finanziell aufkommen muss: Bei ersterem die bauausführenden Firmen, für zweiteres die Eigentümergemeinschaft. Die Wohnanlage wurde im Jahr 2008 von der STIG als privatrechtliche Bauträgerin errichtet. Dennoch ist es mir als Bürgermeister in diesem Fall wichtig, an einer für beide Seiten zufriedenstellenden und angemessenen Lösung mitzuwirken. Ein erstes Gespräch mit einigen bauausführenden Firmen sowie der Hausverwaltung hat bereits stattgefunden. Wie sieht es mit dem geplanten Verkauf des Fuchspalastes aus? Kulmer: Die Verhandlungen laufen. Wir müssen über Details zu potenziellen Käufern, Vertragskonditionen oder spezifischen Fristen derzeit noch Stillschweigen bewahren. Dies dient der Sicherung eines erfolgreichen Abschlusses im Sinne der Stadt. Sobald die Gespräche finalisiert sind und ein Ergebnis vorliegt, wird es weitere Informationen geben. Ein Verkauf des Fuchspalastes kommt für die Stadtgemeinde St. Veit nur dann in Frage, wenn unsere Bedingungen auch weitgehend akzeptiert werden. Sie wollen die Innenstadt attraktiver gestalten. Gibt es dafür neue Ideen? Kulmer: Mein Ziel ist es, St. Veit als lebendigen Lebensraum für die Zukunft aufzustellen. Ich verfolge dabei drei Strategien. 1. Aufenthaltsqualität steigern: Wir setzen auf „Schatten statt Hitze“ durch mehr Grün und neue Sitzmöbel in der Altstadt, die den Dialog fördern. Der Wettbewerb für die Grünraumplanung am Hauptplatz ist gestartet; das Budget dafür ist gesichert. 2. Der Nutzungsmix der Zukunft: Die Innenstadt wird vielfältiger. Wir wollen neben dem Handel mehr Wohnraum, Bildungseinrichtungen direkt vor Ort sowie Gesundheits- und Beratungsangebote. 3. Die Altstadt als Bühne: Wir nutzen unsere historische Kulisse wie auch in der Vergangenheit für kulturelle Erlebnisse, um die Altstadt zu beleben. Ein besonderer Meilenstein wird das Jubiläumsprojekt „900 + 9 Jahre St. Veit an der Glan“ im Jahr 2031, dessen Planung als partizipativer Prozess bereits gestartet ist. F. K. Martin Kulmer: „Mein Job ist doch kein Sprungbrett“ Beim Fuchspalast-Verkauf laufen die Verhandlungen. Details werden ausgearbeitet – mit Bedingungen. Fotos beigestellt ANZEIGE Foto: FritzPress

das KÄRNTEN AKTUELL 6 Es gab vor Jahrzehnten einen „hyperaktiven“ Direktor des Klagenfurter Landeskrankenhauses, der nach Australien reiste, um dort eine Ausstellung eines internationalen Künstlers bewundern zu können. Von so einer Dienstreise kann Otto-Normalverbraucher nur träumen. Und der Herr Direktor erklärte damals, dass er ja den Künstler für eine Vernissage ins Landesspital einladen möchte. Zuletzt sorgten Dienstreisen im Klagenfurter Magistrat für Kopfschütteln. So bewunderte die stets emsige FP-Stadträtin Sandra Wassermann samt Delegation in Japan ein Testzentrum für eine moderne Magnetschwebebahn. Die Mobilitätsreferentin wollte sich einen „Einblick in die Zukunft des öffentlichen Verkehrs“ verschaffen. Wer hat eigentlich die Reise zum Yamanashi Prefectural Maglev Exhibition Center gezahlt? Das will FSP-Klubobmann Michael Gussnig wissen, der auf den Ausflug der Stadträtin ins Land der aufgehenden Sonne mit Verwunderung reagiert. Dabei sollte man doch zu Hause endlich etwas gegen den schlechten Zustand der Straßen unternehmen, nicht nur mit Schildern vor möglichen Schlaglöchern warnen. Die zuständige Referentin würde aber lieber ins ferne Ausland jetten, monierte „Fitnessprofi“ Gussnig, der kürzlich selbst mit Privatkredit-Problemen aufgefallen war. Vermutlich dürfte die „blaue“ Politikerin gerade damit beschäftigt sein, engagierte Parteifreunde abzuwehren. Dem gebürtigen Grazer Ex-FP-Chef und Klagenfurter Nationalrat Gernot Darmann und „Spritzenmann“ Wolfgang Germ werden nämlich heftige Gelüste auf den FP-Stadtrat-Sessel nachgesagt. FP-Klubobmann GR Andreas Skorianz kritisierte hingegen Vizebürgermeister Patrick Jonke wegen einer Dienstreise nach Vilnius in Litauen – samt Delegation! Dabei ging es um die Auszeichnung „Grüne Hauptstadt Europas“. Skorianz verweist auf den Umstand, dass das Projekt KEBIP (Elektrifizierung der Busflotte) ohnehin gestoppt worden sei. Ein Erreichen der Klimaziele wäre deshalb nicht möglich. Und der FP-Klubchef will ebenfalls wissen, wie hoch angefallene Kosten für diesen offensichtlich nicht notwendigen Ausflug waren. Ein Insider: „Da wird auf Steuerzahlerkosten durch die Welt gedüst, als ob es keine Budgetnöte gäbe. Dafür wird beim Geschenkskorb für 100-Jährige gespart …“ Und die vom Klagenfurter Umweltabteilungschef Wolfgang Hafner im Jahre 2023 angekündigte Dekarbonisierung der Busflotte erwies sich als Schlag ins Wasser. Der Vollständigkeit halber sei vermerkt, dass auch schon teure Auslandsflüge unserer Bundespolitiker – von der Außenministerin über den Vizekanzler bis hin zum FP-General – für Erstaunen gesorgt haben. Spott und Häme Er war monatelang der Schatten vom glücklos agierenden Max Habenicht, jetzt kann er zeigen, ob er die Klagenfurter „Schwarzen“ zu messbaren Erfolgen führen kann: VP-Stadtrat Julian Geier. Während die einen von einer „LückenbüßerRolle“ sprechen, sehen andere in dem jungen Mann „das Potential für höhere Weihen“. Immerhin gab es von Geier schon einige starke Ansagen. Man wird sehen. Zwischendurch wird nach wie vor Ärztekammer-Direktor und Ex-ÖFBChef Klaus Mitterdorfer als möglicher „VP-Ersatzspieler“ genannt. Er kann allerdings auf keine „schwarze“ Hausmacht zurückgreifen. So richtig durchgestartet hat der „rote“ 1. Vizebürgermeister und ExSpitalsbetriebsrat Ronald Rabitsch auch nicht. Kritiker bemängeln die meist fehlende Durchschlagskraft des freundlichen, aber manchmal überfordert wirkenden Kommunalpolitikers. Ex-Fußballtrainer Bundesrat, Manfred „Waschi“ Mertel wird von seinen Anhängern gern als möglicher SP-Bürgermeister-Spitzenkandidat ins Spiel gebracht. Das sieht allerdings nach einem Eigentor aus. Eine personelle Verjüngung wäre ein Antreten des Juristen und ehemaligen Beamten sicher nicht! Vertreter der Grünen und der Neos fallen derzeit kaum auf. GrünenStadtparteiobmann Stefan Samonig seziert mantraartig die Klagenfurter Budgetpolitik, den defizitären Flughafen und den „täglich normalisierten Wahnsinn“. Und die Grünen wären nicht die Grünen, wenn sie nicht – trotz entsprechender Beschlüsse und eines erfolgten Spatenstichs – das geplante Hallenbad-Projekt wieder ganz woanders sehen wollten. Dabei brachte das jahrelange Tauziehen um einen „geeigneten“ Standort und die Größe bzw. Art dieser Freizeiteinrichtung quer durch alle Parteien der Stadt viel Spott und reichlich Häme ein. Und der Klagenfurter Neos-Klubobmann, Landeschef, Nationalrat, Unternehmer und gebürtige Wiener Janos Juvan? Er fordert permanent einen Neustart der Klagenfurter Stadtpolitik. Ein aussichtsreiches Patent-Rezept verrät er allerdings nicht. Wörthersee-Wellen PROSPEKTE - ZEITUNGEN - BÜCHER - EINLADUNGEN FOLDER - VISITENKARTEN - BRIEFE - KUVERTS EINTRITTSKARTEN - PLAKATE - BLÖCKE - KLEBER TRANSPARENTE - ROLL-UPS - AUTOBESCHRIFTUNGEN TASSEN - PLÄNE BIS A0 - TEXTILDRUCKE - u.v.a.m. Ihr persönliches Handtuch, usw. Jacken, Pullis, Shirts, ... ÖFFNUNGSZEITEN: MO. bis FR. 08.30 bis 17.00 UHR SEIT ÜBER 20 JAHREN – EINE FAMILIE EIN BETRIEB WIR SIND IHR PARTNER FÜR Wenn einer eine Reise tut ... Wieder ein Notfall? Politik-Kenner sind sich sicher: Wären morgen Bürgermeisterwahlen in der Landeshauptstadt, würde Christian Scheider beste Chancen für ein erfolgreiches Comeback besitzen. Nicht weil er ein hochprofessioneller Politiker und raffinierter Strippenzieher sei, sondern weil seine Gegner schlicht und einfach keine „politischen Schwergewichte“ wären. Scheider lässt indes offen, ob er neuerlich zur Gemeindechef-Wahl antreten wird. Einiges lässt darauf schließen. Dann müsste Jonke, der bereits zwei Vizebürgermeister seiner jeweiligen Partei „überlebt“ hat, weiter auf den ersehnten „Rathaus-Thron“ warten. Mit großem Pomp und Trara wurde die neue Koralmbahn gefeiert. Jetzt stellt sich heraus, dass im Bereich des Klagenfurter Bahnhofes zu wenig Parkplätze vorhanden sind und St. Ruprecht mit Pendler-Fahrzeugen regelrecht zugeparkt wird. Es wäre wünschenswert, wenn ÖBB, Land und Stadt eine rasche Lösung finden könnten. Derzeit fehlt noch die Zustimmung der Stadt. Wie lang dauert das? Bleibt die Frage, warum sich die ÖBB nicht rechtzeitig um dieses Problem gekümmert haben. Oder ist der Zug schon abgefahren? Vielleicht kann man auch in dieser Causa den im Rathaus so beliebten und inflationär gebrauchten Notfallparagrafen ziehen? H. K. Medizinische Heilmasseurin (Physiotherapie-Technikerin) Basismobilisation 0660 75 85 147 np-massagepraxis.at Südring 211 | 9020 Klagenfurt (Zugang über Paddel-Tennis Arena One) In meiner Praxis steht die individuell abgestimmte Therapie im Mittelpunkt. Auf Basis einer sorgfältigen Befundung werden geeignete Behandlungsmethoden gezielt kombiniert, um akute und chronische Beschwerden effektiv zu behandeln sowie Beweglichkeit und Regeneration nachhaltig zu fördern. Mein Leistungsspektrum umfasst Heilmassage, manuelle Lymphdrainage, Basismobilisation sowie Anwendungen in Rehabilitation, Prävention und sportlicher Leistungsfähigkeit. Ergänzend biete ich Entspannungs- und Wohlfühlbehandlungen an, die das körperliche und geistige Gleichgewicht stärken. Privat sowie mit ärztlicher Zuweisung (Teilrückerstattung möglich). Termine nach Vereinbarung Telefonisch / Whatsapp / Homepage Massage & Therapiepraxis SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim teilt ordentlich aus und hat sich scharfe Kritik an der FPÖ und ihrer seiner Meinung nach völlig verfehlten Politik geübt. „Die FPÖ steht immer auf der falschen Seite. Statt für Österreich zu arbeiten, kuschelt die FPÖ mit Rechtsextremen und hofiert Demokratiefeinde und Europazerstörer wie Putin, Orban und Trump. Die FPÖ irrlichtert durch die Weltpolitik. Die Russland-Nähe der FPÖ und die Begeisterung der Blauen für den autoritären Kriegsherren Putin ist notorisch. Kickl hat Putin gerade eben beim ‚Politischen Aschermittwoch‘ der FPÖ wieder die Mauer gemacht und ein Ende der RusslandSanktionen gefordert. Kickls oberösterreichischer Landesparteichef Haimbuchner streut Trump und der von ihm eingeleiteten konservativen Wende Rosen – eine Wende wohlgemerkt, bei der rechtschaffene Bürger auf offener Straße erschossen werden. Eine hochrangige FPÖ-Delegation besucht Vertreter des mörderischen TalibanRegimes, FPÖ-Nationalratspräsident Rosenkranz posiert mit einer Kosovo-Aktivistin, die ausgerechnet ein Barett mit UÇK-Symbol trägt, während gleichzeitig ehemalige UÇK-Führer derzeit wegen Kriegsverbrechen vor Gericht stehen. Diese blauen Umtriebe haben nichts mit Arbeiten für Österreich oder Heimatliebe zu tun, sondern sind eine Gefahr für die Demokratie und die Sicherheit der Bevölkerung“, betonte Seltenheim. Für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer ist klar: „Während die SPÖ in der Regierung seit Tag 1 zum Wohl der Bevölkerung arbeitet, hat die FPÖ keine Lösungen und flüchtet in die Arme von gefährlichen ‚Freunden‘, die nichts Gutes im Sinn haben“. Ebenso scharf kritisiert Seltenheim den „Politischen Aschermittwoch“ der FPÖ in Ried: „Kickl hat mit seinem Auftritt wieder einmal gezeigt, dass es gut ist, dass die FPÖ nicht in der Regierung ist. Kickls Krawallkurs ist gepflastert mit aggressiven Rundumschlägen und Beschimpfungen, Inhalte und Lösungen: null.“ Kickls oberösterreichischer Landesparteichef Haimbuchner habe Trump über den grünen Klee gelobt – „dass rechtschaffene Bürger auf offener Straße von Behörden erschossen werden – ist das die Wende, die sich Kickl und Haimbuchner auch für Österreich wünschen? Mit der FPÖ ist kein Staat zu machen“, so Seltenheim. Dass Kickl NeosChefin Meinl-Reisinger als „Sachspende“ bezeichnet hat, ist für Seltenheim eine widerwärtige frauenfeindliche Entgleisung. „Es ist gut für Österreich, dass Land und Leuten eine Regierungsbeteiligung der FPÖ und damit massiver Schaden erspart geblieben ist. Die SPÖ mit Vizekanzler Andreas Babler an der Spitze ist seit Tag eins in der Regierung der Motor für rot-weiß-rote Reformen, um das Leben der Menschen leichter und leistbarer zu machen und die Wirtschaft zu stärken“, meint Seltenheim. H. K. Seltenheim:„FPÖ steht auf der falschen Seite – Pro Putin, Orban, Trump und gegen Österreich“ ANZEIGE

das KÄRNTEN AKTUELL 7 Tipps vom Steuerprofi von Steuerbearter Mag. Peter Weitzel Arbeitnehmerveranlagung 2025 Ziel der Arbeitnehmerveranlagung ist es, einen jährlichen Steuerausgleich zu schaffen, bei dem zu viel gezahlte Lohnsteuer zurückerstattet werden soll. Dies ist insbesondere relevant bei schwankenden Einkünften, Jobwechseln oder Teilzeitarbeitsverhältnissen. Im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung können individuelle Werbungskosten, Sonderausgaben und Freibeträge geltend gemacht werden bzw. besteht die Möglichkeit, zusätzliche Steuerabsetzbeträge (z. B. Familienbonus Plus) zu erhalten. Keine AN-Veranlagung ist möglich, wenn (auch) selbständige Einkünfte erzielt werden, in diesen Fällen muss eine Einkommensteuererklärung eingereicht werden. Formen der Arbeitnehmerveranlagung und Fristen Eine freiwillige Arbeitnehmerveranlagung kann rückwirkend bis zu fünf Jahre eingereicht werden, für 2025 kann die Erklärung somit bis 31.12.2030 eingereicht werden. Sinnvoll ist dies insbesondere dann, wenn während des Jahres Einkommensschwankungen oder eine nicht durchlaufende Lohnabrechnung gegeben ist (z. B. Eintritt/Austritt während des Jahres). Verpflichtend ist die Arbeitnehmerveranlagung dann zu erledigen, wenn beispielsweise während eines Jahres parallel mehrere lohnsteuerpflichtige Einkünfte gleichzeitig bezogen wurden, weiters auch dann, wenn die Voraussetzungen für steuerlichen Begünstigungen in 2025 nicht vorlagen, diese jedoch bei der laufenden Lohnverrechnung monatlich berücksichtigt wurden. Dies betrifft insbesondere den Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag, das Pendlerpauschale oder auch den Familienbonus Plus. Die Einreichung der Steuererklärung hat in diesem Fall bis 30.06.2026 online zu erfolgen. Weiter ist auch noch die sogenannte antragslose Arbeitnehmerveranlagung vorgesehen. Von Amts wegen wird das Vorjahr nochmals durchgerechnet, eine allfällige Gutschrift wird automatisch erstellt und auf das im Steuerakt hinterlegte Bankkonto automatisch zurücküberwiesen. Diese Form der Veranlagung ist jedoch nur zulässig, wenn kein verpflichtender Grund für die Abgabe eine Arbeitnehmerveranlagung vorliegt (s. oben) bzw. wenn nicht bis 30.06. sowieso bereits ein Antrag auf Arbeitnehmerveranlagung eingereicht wurde. Trotz antragsloser Veranlagung kann innerhalb von 5 Jahren freiwillig eine Arbeitnehmerveranlagung beantragt werden, um z. B. berufsbedingte Kosten zu berücksichtigen. Ein funkelnder Diamant, gepresst aus der Kremationsasche eines Verstorbenen. Ein glitzernder Ring oder eine Halskette als Andenken an einen Menschen, der viel zu früh aus dem Leben geschieden ist. Dieser Trend zeichnet sich im Bestattungsgewerbe ab. Das bestätigt Roman Macher, Geschäftsführer der Bestattung Kärnten. Macher: „Wir merken zusätzliche Anfragen nach einer Diamantbestattung, die natürlich ein Urnenbegräbnis voraussetzt.“ Für die Herstellung eines solchen Edelsteines wird entweder ein Teil der Asche der Verblichenen oder eine bestimmte Menge an Haaren benötigt. Symbol für die Ewigkeit Konkret werden für einen synthetischen Diamanten mindestens 500 Gramm Asche oder fünf Gramm Haare herangezogen. Ingo Sternig, Organisationsmanager der Bestattung Kärnten: „Da geht es um eine sehr persönliche Beziehung zu dem verstorbenen Menschen, eine Art ständige Verbundenheit. Ein Diamant gilt als Symbol für die Ewigkeit und Reinheit. Er ist ein Andenken zum Anfassen. Bei betroffenen Angehörigen steigt derzeit das Interesse an diesen ungewöhnlichen Schmuckstücken.“ Bei der Herstellung dieser besonderen Stücke, die an eine geliebte Person erinnern sollen, wird aus der Asche der Kohlenstoff isoliert und in Grafit umgewandelt. Aus diesem Material entsteht nach einem speziellen chemischen Verfahren unter großem Druck und enormer Hitze ein Edelstein. Es geht dabei um einzigartige Unikate, die für Hinterbliebene einen persönlichen Wert und eine unmittelbare Nähe zu den Verstorbenen darstellen. Man trägt das außergewöhnliche Schmuckstück immer bei sich … Zudem wird nur ein Teil der Kremationsasche für Erinnungsedelsteine verwendet, die restliche Asche muss in einer Urne beigesetzt werden. Wie letztlich der Diamant geschliffen wird, kann individuell ausgesucht werden. Bei kleineren Steinen (je nach Schliff und 0,25 bis 0,4 Karat) geht man von Kosten zwischen 2000 und 4000 Euro aus. Bei größeren Exemplaren steigt der Preis entsprechend. Die weiß-bläulichen Steine können als zeitlose Verbindung zu einem Menschen und unvergängliches Erbstück mit einer Gravur versehen werden. Man kann beim Trauerschmuck zwischen einem Diamanten, einem Rubin und einem Saphir wählen. Ingo Sternig: „Die Feuerbestattung hat in Kärnten in den letzten Jahren enorm zugenommen. Das zeigt auch die wachsende Anzahl unserer idyllischen Friedensforste mit auflöslichen Bio-Urnen. Dort vermischt sich die Kremationsasche mit der Erde, mit Mutter Natur. Wir betreuen bereits 17 Friedensforste, weitere Projekte sind geplant. Bisher wurden 2.500 Urnen am Fuße eines Baumes beigesetzt, derzeit liegen 5.000 Reservierungen für diese Naturbestattung bei uns auf. Jetzt verzeichnen wir zusätzlich einen Trend zum Trauerschmuck, zu den edlen Labordiamanten …“ Die Bestattung Kärnten arbeitet bei der Edelsteinbestattung mit dem Rosentaler Unternehmen „Liebesfels Eternal Diamonds“ zusammen. „Liebesfels“-Geschäftsführerin Ramona Moosbrugger: „Wir sind österreichweit die Spezialisten für diese Elemente des Lebens, für diese hochwertige Diamanten und bieten dabei alles aus einer Hand.“ Zudem gibt es die Möglichkeit, auch für geliebte Haustiere Erinnerungssteine aus Haaren, Fell usw. anfertigen zu lassen. Interessant: „Liebesfels“ lässt auch für lebende Menschen Schmuckstücke aus getrockneten Blüten oder jedem anderen kohlenstoffhaltigen Material anfertigen. Etwa für eine goldene Hochzeit oder als „persönliches Geschenk“ für Familienangehörige, die z. B. auf einem anderen Kontinent wohnen. H. Raffer Kärnten: Starke Nachfrage nach Diamantbestattungen Aus der Kremationsasche eines Verstorbenen entsteht funkelnder Edelstein. Bestattung Kärnten-Geschäftsführer Roman Macher (rechts) und Organisationsmanager Ingo Sternig im Friedensforst: „Die Zahl der Diamantenbestattung als ewige Erinnerung an einen geliebten Menschen steigt ...“ Foto BKG Zeckensammeln für Forschung Mit dem wärmeren Wetter erwachen die Zecken aus ihrer Winterruhe. Wer in der Natur unterwegs ist, sollte daher besonders aufmerksam sein. Entdeckt man eine Zecke an sich oder seinem Haustier, kann man diese zur Analyse an die AGES schicken. Immer mehr Menschen beteiligen sich am nationalen Zeckenüberwachungsprogramm: Die Zahl der eingesandten Zecken hat sich im Vorjahr auf mehr als 8.000 versechsfacht. Darunter waren auch neun eingeschleppte tropische Riesenzecken, teilt die AGES mit. Impfen in Apotheken soll kommen Die Regierung will ab dem kommenden Jahr, das Impfen in Apotheken ermöglichen. Damit erfülle man einen großen Wunsch der Bevölkerung, sagte Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ). Noch heuer soll ein Angebot beschlossen werden, das niederschwellige Impfungen in Apotheken erlaubt. In den kommenden Wochen beginnen dazu Gespräche mit den Systempartnern, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Ziel ist eine höhere Impfquote. 1,8 Millionen Alkoholkontrollen Die Bundespolizei führte im Vorjahr 1.868.304 Alkoholkontrollen durch. Dabei gab es 28.428 Anzeigen wegen Alkohols am Steuer sowie 8.555 Anzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss, so das Innenministerium. Die meisten Anzeigen wegen Alkohol am Steuer gab es in Oberösterreich (4.887), gefolgt von Niederösterreich (4.789) und der Steiermark (4.572). Anzeigen wegen Drogeneinfluss wurden am häufigsten in Wien (2.341) registriert, gefolgt von Oberösterreich (1,582) und Niederösterreich (1.510). Straßenlärm belastet das Herz Selbst mäßiger Straßenlärm kann sich bereits nach einer einzigen Nacht negativ auf Herz und Kreislauf auswirken. Zu den Folgen zählen ein schnellerer Herzschlag und eine verringerte Elastizität der Blutgefäße, berichten deutsche Forscher im Fachmagazin Cardiovascular Research. Die Studienautoren plädieren daher für konsequenten Lärmschutz, etwa durch Tempo-30-Zonen. Jede Reduktion von Dezibel bedeute weniger Stress für die Gefäße. Mehr Menschen mit Adipositas In Österreich leben rund 4,2 Millionen Menschen ab 15 Jahren mit Übergewicht oder Adipositas. Anlässlich des Welt-Adipositas-Tages fordern Expertinnen und Experten Eltern auf, frühzeitig gegenzusteuern. Rund 70.000 Kinder und Jugendliche sind betroffen. Aus Angst, ihre Kinder zu verletzen, dürften Eltern nicht wegsehen, betont Adipositas-Experte Daniel Weghuber. Hilfe könne vielfältig sein, etwa durch therapeutische Angebote. Grippewelle 2025/26 zu Ende Die Grippewelle 2025/26 ist beendet. In den vergangenen Wochen sei ein kontinuierlich rückläufiger Trend zu beobachten gewesen, der schließlich unter das epidemische Niveau gefallen ist, teilte das Nationale Influenza-Zentrum Österreich mit. Die Saison begann rund vier Wochen früher als üblich und war von einer neuen Virusvariante geprägt. Dominant war der Influenza-Subtyp H3N2, die Intensität der Grippewelle lag insgesamt im mittleren Bereich. © AdobeStock/busra Ki generiert Foto beigestellt

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