Das Kärnten - E-Book

das KÄRNTEN AKTUELL 2 IMPRESSUM: Die Agentur – Verlag – Heinz Knapp Herausgeber/Verleger/Inhaber: Heinz Knapp, h.knapp@das-kaernten.at Chef-Redakteur: Dr. Harald Raffer, h.raffer@das-kaernten.at Grafik: Daniel Knapp, d.knapp@das-kaernten.at Lektorat: Alfred Eichhorn Druck: CARINTHIA GmbH & Co KG Kolumnisten: Dr. Barbara Zink, Dompfarrer Dr. Peter Allmaier, Mag. Peter Weitzel, Dr. Günter Schmiedauer, Karl Ploberger Vertrieb: Österreichische Post AG, Villach Verlagsadresse/ Rechnungswesen: Die Agentur - Unabhängige Monatszeitung, Chorturmblick 1, 9020 Klagenfurt Offenlegung gem. § 25MedienG: Online: www.das-kaernten.at Bei Bezahlte Anzeigen, PR-Artikeln & namentlich gekennzeichneten Berichten liegt die inhaltliche Verantwortung beim Auftraggeber. Alle Berichte beziehen sich auf Stand 06.03.2026, 10:00 Uhr DAS KÄRNTEN erscheint in regelmäßigen Abständen im gesamten Bundesland. Zusätzlich informiert Sie unsere Zeitung periodisch und flächendeckend in verschiedenen Regionalzonen. Diese Ausgabe betrifft den Raum Klagenfurt Stadt/Klagenfurt Land und St. Veit an der Glan. Dabei interessiert uns auch Ihre Meinung zu den brennenden Problemen rund um die Lindwurm- und die Herzogstadt. Schreiben Sie uns einfach! Gerne veröffentlichen wir Ihre Ansichten zu Themen, die die Menschen bewegen. Es sind oft banale Vorfälle im hektischen Alltag, die Leute vor den Kopf stoßen oder für unnötigen Ärger sorgen. Uns geht es nicht nur um informative Schlagzeilen aus Mittel-Kärnten, sondern auch um ausgesuchte Nachrichten aus unserem Bundesland und dem Bundesgebiet. Wie sieht es etwa mit der Kärntner Parteienlandschaft aus? Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser tritt bekanntlich am 31. März zurück und macht für SPChef, Landesrat Daniel Fellner Platz, der am 7. April vom Landtag zum Regierungschef gekürt wird. LH-Vize Gaby Schaunig mutiert dann eine Woche zur offiziellen Landeschefin. Ein kurzes PolitikGlück. Schaunig wurde in der Vergangenheit als mögliche SP-Spitzenkandidatin für Klagenfurt genannt, dürfte aber abwinken. Manche Genossen vergessen außerdem nicht, dass „die Gaby“ als AmbrozyNachfolgerin 2008 ihre Funktion als „rote“ Landesschefin überraschend zurückgelegt hat. Fellner schließt weiterhin eine mögliche Zusammenarbeit mit den „Blauen“ nicht aus, obwohl die SP/VP-Koalition hält und aufkommende Schalmeienklänge der FP für die „Schwarzen“ mit Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber nicht erhört werden dürften. Gruber „schießt“ sogar medienwirksam gegen seinen Parteikollegen Innenminister Gerhard Karner, weil sich dieser nach dem umstrittenen Polizeieinsatz auf dem Persmanhof nicht hinter seine „braven“ Ordnungshüter gestellt hätte. Freilich ist nichts in Stein gemeißelt – und gerade die ÖVP hatte sich in der Vergangenheit auf Landes- und Bundesebene auch als Dritter im Bunde zum lachenden Sieger küren lassen. Ob die FP das derzeitige Umfragehoch mit einem Spitzenkandidaten Erwin Angerer weiter ausbauen kann, bleibt mehr als fraglich. Es gibt Stimmen in der FP, die sich einen zugkräftigeren Landesparteiobmann wünschen. Dem Team Kärnten kommen hingegen wichtige Aushängeschilder abhanden – etwa die Bürgermeister von Klagenfurt oder Keutschach. Obmann Gerhard Köfer hat angeblich Villach als neue Spielwiese „im Visier“. Bürgermeister Günther Albel (SP) dürfte das nicht sonderlich schrecken. Zuletzt fiel das Team Kärnten (hervorgegangen aus dem Team Stronach) mit dem Kauf einer prächtigen Luxusvilla am Millstätter See auf. Grüne und Neos spielen in der Landesliga auf der „Politik-Ersatzbank“. „Degradierte“ Abteilung? Derzeit rumort es in der Kulturszene. Landeshauptmann Peter Kaiser gilt als Kenner und Förderer von Kunst und Kultur. Derzeit scheint noch ungewiss, welches Regierungsmitglied die Landeskulturagenden übernehmen wird. Man fürchtet, dass im Rahmen eines angekündigten Reformprozesses die Kulturabteilung zu einer Unterabteilung „degradiert“ werden könnte. Auf diese Weise stünden Förderungskürzungen für die Literatur, Musik, Bildhauerei, Malerei und das Theaterwesen im Raum. Dabei wurde 2026 Kärnten zum „Jahr der Literatur“ erklärt – kein Wunder, bei diesem Reichtum an Sprache und schreibsüchtigen Autorinnen und Autoren, darunter ein Nobelpreisträger! Um die Kultur in den nächsten Jahren ordentlich zu vermarkten, wurde sogar eine Agentur verpflichtet – für ein fürstliches Honorar, mit dem man besser sinnvolle Kulturinitiativen unterstützen sollte. Die Einleitung zum „Jahr der Literatur“ im Musil-Haus verlief für manche Insider ziemlich enttäuschend: Keine klare Ansage, keine Daten und Fakten, keine Kritik an einer möglichen Degradierung der Kulturabteilung. Nur „Schönwetter“-Reden und ein Bookoskop zur Unterhaltung der Zuhörer. Dafür wird einer der Agentur-Mitarbeiter an der Gerüchtebörse als möglicher künftiger Landesgalerie-Chef gehandelt. Hoffentlich hat das „Jahr der Literatur“ mehr zu bieten … Zum Sport: Hier beherrschte die Austria Klagenfurt seit Monaten die negativen Schlagzeilen. Ein von Realitätsverlust geplagter Clubbesitzer, der selbst nicht mehr wusste was er von seinen getätigten Aussagen noch glauben sollte, wurde schlussendlich in den Konkurs überführt und hat einen enormen Schaden hinterlassen. Das ewige Hin- und Her über die bevorstehende Insolvenz und Erhebungen der Staatsanwaltschaft ließen die Fans der ehemaligen Bundesligatruppe immer wieder zittern. Einfach nur peinlich ... Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen! EDITORIAL von Heinz Knapp Sieben Jahre lang betreute eine Unterkärntnerin ihre betagte Tante, pflegte und kümmerte sich liebevoll um sie. Auch nachdem die mittlerweile über 80-jährige Dame vor drei Jahren in ein Altenpflegeheim des Sozialhilfeverbandes Klagenfurt-Land untergebracht werden musste, riss der Kontakt nicht ab. Nach einiger Zeit äußerte die Nichte allerdings den Verdacht, dass ihre Verwandte möglicherweise ohne ärztliche Anordnung Medikamente bekommen hätte und beschwerte sich deshalb bei Mag. Johannes Leitner, Bezirkshauptmann von Klagenfurt-Land und Geschäftsführer des regionalen Sozialhilfeverbandes. Die Folge: Ein Hausverbot für das Heim. Danach traf sich die Unterkärntnerin außerhalb der Pflegeeinrichtung mit ihrer Tante und anderen Heiminsassen. Es wurde geplaudert und gejausnet. Am 14. September des Vorjahres, als sich die Nichte auf dem Parkplatz mit ihrer Verwandten und mehreren Seniorinnen aufhielt, erschien die Polizei. Der Klagenfurter Rechtsanwalt Dr. Farhad Paya, der die betroffene Unterkärntnerin vertritt, schildert das so: „Bezirkshauptmann Mag. Johannes Leitner erteilte dem zuständigen Polizeiposten rechtswidrig und ohne gesetzliche Grundlage den Auftrag, die auf dem Parkplatz anwesenden Personen zu entfernen. Fünf bis sechs Polizisten mit zwei Streifenwagen waren vor Ort und verlangten von den überraschten Anwesenden, das Gelände zu verlassen, weil sie sonst eine Anzeige erhalten würden. Dieser Auftrag des Bezirkshauptmannes ist durch gesetzliche Bestimmungen nicht gedeckt.“ Deshalb erstattete Paya bei der Klagenfurter Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen des Missbrauchs der Amtsgewalt. Am 27. Jänner 2026 – die mittlerweile kranke Tante feierte Geburtstag – wurde der Nichte durch Heim-Mitarbeiter erneut der Zutritt verwehrt. Die Mitarbeiter bezogen sich dabei auf das vom Geschäftsführer erteilte Hausverbot. Über dieses Betretungsverbot ist beim zuständigen Bezirksgericht noch ein Zivilrechtsverfahren anhängig. Anwalt Dr. Paya: „Als meine Mandantin trotzdem versucht hat, ihre Verwandte zu besuchen, erteilte der Bezirkshauptmann der örtlichen Polizeiinspektion den Auftrag, der Frau den Zutritt zum privaten Heim zu verwehren. Dazu ist er allerdings nicht befugt. Auch nicht als Obmann des Sozialhilfeverbandes. Der Bezirkshauptmann übersieht, dass es sich bei der Polizei nicht um seine private Security handelt.“ Mag. Markus Kitz, Sprecher der Klagenfurter Staatsanwaltschaft, bestätigt: „Ja – es liegt eine entsprechende Strafanzeige vor. Wir ermitteln.“ Eine Anzeige bedeute allerdings noch keine Verurteilung. Für eine Stellungnahme war Mag. Leitner nicht erreichbar. Es gilt die Unschuldsvermutung. Ein Klagenfurter Anwalt, der den Sozialhilfeverband Klagenfurt-Land vertritt, erklärt in einem Schreiben, dass ein Betretungsverbot nur als „ultima ratio“ gesetzt wird. Ein vereinbarter Gesprächstermin mit der Nichte wäre von ihr ohne Absage nicht wahrgenommen worden. Nach vorheriger Vereinbarung und mit Einverständnis des Erwachsenenvertreters könne die Frau ihre Verwandte einmal pro Besuchstag im Eingangsbereich des Heimgebäudes abholen und dorthin zurückbringen. Die Unterkärntnerin hätte, heißt es in dem Schreiben weiter, wiederholt unwahre Angaben, insbesondere ehrenrührige bzw. kreditschädigende Äußerungen, getätigt. So ginge es auch um Behauptungen, die den Strafbestand der Verleumdung erfüllen könnten, wenn etwa erklärt werde, die Seniorin würde ohne Indizierung mit Schlaftabletten sediert werden. Das sei selbstverständlich unwahr! H. Raffer Besucherin aus Heim geworfen: Ermittlungen gegen Bezirkschef Betretungsverbot löste Polizeieinsatz aus. Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs gegen Sozialhilfeverband-Geschäftsführer. Herta S. 86 Jahre | Zeitzeugin Spenden Sie auf care.at „Es waren immer Tage des Glücks, wenn ein kam.“ 104.1025003_80_Jahre_Anzeige_Herta_200x128abf_v01_RZ_DasWien.indd 1 05.11.25 16:21 Rechtsanwalt Dr. Farhad Paya: „Keine private Security ...“ Foto: -r

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