Das Kärnten - E-Book

das KÄRNTEN AKTUELL 9 Weniger Telefonie in Österreich Laut aktuellem Telekom-Monitor der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) wurden im dritten Quartal 2025 insgesamt 1,89 Millionen Festnetzanschlüsse gezählt – sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der FestnetzBreitbandanschlüsse stieg hingegen leicht auf 2,76 Millionen. Auch die Mobiltelefonie ging zurück: Insgesamt wurden 5.386 Millionen Minuten mit dem Handy telefoniert, ein Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Grund nennt die RTR die zunehmende Nutzung von Messengerdiensten. Wieder mehr Pkws in Österreich Der Pkw-Bestand in Österreich ist im vergangenen Jahr um 84.208 Fahrzeuge gewachsen. Ende 2025 waren 6,529 Millionen Autos zum Verkehr zugelassen. Das entspricht einem Plus von rund einem Prozent gegenüber Ende 2024. Die Zahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge insgesamt erhöhte sich im Jahresvergleich um 1,2 Prozent auf 7,51 Millionen (plus 86.681 Kfz). Der Motorisierungsgrad stieg von 569 auf 573 Pkw pro 1.000 Einwohner, teilte Statistik Austria mit. Der Pkw-Bestand sei seit Ende 2024 stärker gewachsen als die Bevölkerung, heißt es. 86,7 Prozent der Fahrzeuge sind nach wie vor Verbrenner. Bierabsatz deutlich gesunken Im Vorjahr wurden 9,25 Millionen Hektoliter Bier verkauft. Das sind laut Brauereiverband um 7,1 Prozent weniger als im Jahr davor. Beim Dosenbier sei die Produktion „regelrecht implodiert“: Es wurden um rund 100 Millionen Dosen weniger hergestellt – ein Rückgang von fast einem Viertel. Als Gründe nennt der Verband die Einführung des Einwegpfands sowie ein verändertes Konsumverhalten. Das Pfand habe viele Konsumentinnen und Konsumenten „schwer irritiert“, was vor allem im Osten Österreichs zu weniger Absatz geführt habe. Auch der Fassbierabsatz ist eingebrochen. Zuwächse gibt es lediglich bei alkoholfreiem Bier. Gürtelrose: 200.000 Impfdosen folgen Für die Gratis-Impfung gegen Gürtelrose für Personen ab 60 Jahren gibt es derzeit keinen Impfstoff in Österreich. Durch Lieferengpässe sei fraglich, ob Patientinnen und Patienten ihre zweite Dosis rechtzeitig erhalten. Das Gesundheitsministerium beruhigt: Weitere 200.000 Impfdosen werden für Mai erwartet, ab Mitte April können Ärztinnen und Ärzte wieder bestellen. Für die zweite Teilimpfung habe man auch länger als ein halbes Jahr Zeit. Einfamilienhäuser wieder teurer Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern ist im Vorjahr deutlich gestiegen – und mit ihr die Preise. Laut ImmoScout24 nahm die Nachfrage um acht Prozent zu, die Quadratmeterpreise stiegen im Schnitt um sechs Prozent auf 4.070 Euro. Nach Rückgängen 2023 und einer Stabilisierung 2024 zeichnet sich damit eine Trendwende ab. Regional gibt es große Unterschiede: Am teuersten ist Tirol mit durchschnittlich 7.780 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Wien und Salzburg. Am günstigsten sind Häuser im Burgenland und in Kärnten. Urlaub in Österreich weiterhin beliebt Urlaub in Österreich erfreut sich ungebremst zunehmender Beliebtheit. 2025 haben heimische Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen erneut einen Nächtigungsrekord verbucht, zeigen die präsentierten Daten der Statistik Austria. Demnach stieg die Zahl der Nächtigungen gegenüber 2024 um 1,9 Prozent auf 157,3 Millionen. Die Gästezahl erhöhte sich um 3,1 Prozent auf 48,2 Millionen. Besonders kräftig legte der Städtetourismus zu. ©adobestock/naka © adobefirefly/KI generiert Vor wenigen Tagen bin ich mit dem Zug von Wien nach Klagenfurt gefahren. Da diese Zugverbindung vollkommen neu war, haben die Verantwortlichen künstlerische Interventionen in den Waggons organisiert: kurze musikalische Aufführungen, Tänze von Jugendlichen, literarische Lesungen usw. Die Wirkung hat mich sehr überrascht. Für die Mitreisenden war kein Handy mehr wichtig und die Laptops wurden zugeklappt. Mit einem Lächeln im Gesicht haben die Leute die Kurzaufführungen verfolgt und sind anschließend miteinander ins Gespräch gekommen. Ich habe noch nie zuvor eine so entspannte Fahrt erlebt. Die Bahnreisenden waren nicht wie sonst mit sich selbst und ihren elektronischen Geräten beschäftigt, sondern waren an den Personen am gegenüberliegenden Sitz interessiert. Sie haben im Gespräch offenbar mehr erfahren, als sie über die üblichen Suchmaschinen herausgefunden hätten. Mit einem echten Menschen zu kommunizieren ist eben etwas Anderes als das Panzerglas am Handy zu streicheln. Diese Veränderung des gewöhnlichen Reiseverhaltens wurde durch diese kurzen künstlerischen Interventionen bewirkt. Ich hatte sogar den Eindruck, die Reisenden seien am Ziel ein bisschen wie geheilt angekommen. Offenbar braucht es etwas Außergewöhnliches, damit ein sinnvolles menschliches Verhalten möglich wird. Genau das ist die Absicht der kirchlichen Fastenzeit. Dabei geht es nicht zuerst um ein Weniger, sondern um ein Mehr. In dieser Vorbereitungszeit auf das Osterfest braucht es eine Intervention, die zunächst irritiert. Auf bestimmte Speisen und Getränke zu verzichten, ruft zunächst Verwunderung hervor. Dies kann aber eine gute Gelegenheit sein, anstelle der Quantität der Lebensmittel wieder deren Qualität in den Blick zu nehmen. So führt das körperliche Fasten als Nebenprodukt zu weniger Gewicht aber hauptsächlich zu einem verbesserten Körperbewusstsein und zu mehr Lebensqualität. Doch noch wichtiger ist jene Form des Fastens, die über den Verzicht eine neue Lebenshaltung ausprobiert. Papst Leo hat dies in seiner Fastenbotschaft empfohlen: „Ich möchte euch daher zu einer sehr konkreten Form des Verzichts einladen, nämlich zum Verzicht auf Worte, die unsere Mitmenschen verletzen und kränken.“ Diese Form des Fastens ist wie eine künstlerische Intervention, die ich im Reisezug erlebt habe. Wenn plötzlich am Arbeitsplatz, in der Familie, in der sozialen Medien usw. nur mehr freundliche Worte und aufbauende Kommentare zu vernehmen sind, dann wird das Menschen aufhorchen lassen. Wenn berechtigte Kritik als Hilfe zur Weiterentwicklung dankbar angenommen werden kann, dann werden sich die Menschen nicht länger hinter ihren anonymen Nicknames verstecken. Wenn der Verzicht auf den finsteren Blick das Bewusstsein für eine Menschheitsfamilie unter der Sonne Gottes stärkt, dann wird sichtbar, was die österliche Bußzeit sein will: eine Zeit der Heilung des Individuums und der Gesellschaft. Gott im Wort Von Dompfarrer Dr. Peter Allmaier Zeit der Heilung Umbau Rüsthaus Treffelsdorf Bereits im Mai 2025 hatte Landesrat Ing. Daniel Fellner der FF Treffelsdorf die Finanzierung des Zu- und Umbaues des Rüsthauses in Treffelsdorf zugesagt. Zwischenzeitlich wurden die Planung, das Bauverfahren und die Ausschreibung, gemeinsam mit Architekt Winfried Pichorner von dem Bauamtsleiter der Gemeinde Frauenstein – Herrn Ing. Jürgen Bleikolb – durchgeführt und vergabereif abgeschlossen. Dadurch konnte im Frauensteiner Gemeinderat die Vergabe sämtlicher Gewerke beschlossen werden. Witterungsbedingt konnte mit den Arbeiten bereits begonnen werden. Die Fertigstellung ist mit Jahresende 2026 geplant. Wir wünschen der FF Treffelsdorf schon jetzt viel Freude mit dem erneuerten Rüsthaus und weiterhin viel Erfolg. Gut Heil! Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf cirka 500.000 Euro. Frauen verdienen in Österreich weiterhin deutlich weniger Frauen verdienen in Österreich weiterhin rund 11,5 Prozent weniger als Männer und arbeiten damit rechnerisch 57 Tage im Jahr „gratis“. Bei gleichbleibender Entwicklung könnten Vollzeitbeschäftigte erst im Jahr 2043 Einkommensgleichheit erreichen, berechnete das Netzwerk Business and Professional Women Austria (BPW) zum Equal Pay Day am 11. Februar. Gegenüber 2023 verringerte sich die Einkommenslücke 2024 immerhin leicht von 12,2 auf 11,5 Prozent. Der Pkw-Bestand sei seit Ende 2024 stärker gewachsen als die Bevölkerung, heißt es. 86,7 Prozent der Fahrzeuge sind nach wie vor Verbrenner. Hilfe für Obdachlose dank Club 41 Sie leben am Rand unserer Gesellschaft, kennen Wohlstand meist nur vom Hörensagen und „landen“ nach schweren Schicksalsschlägen auf der Straße – obdachlose Menschen, die sich über eine warme Suppe freuen und stets eine Bleibe suchen. „Club 41 Wörthersee“-Vizepräsident Georg Ebner überreichte kürzlich Katrin Starc, Fachbereichsleiterin in der Wohnungslosenhilfe der Kärntner Caritas, in der Klagenfurter Egger-Tagesstätte eine Club-Spende in der Höhe von 1.500 Euro. Täglich suchen zwischen 70 und 100 Bedürftige das Heim im Herzen der Landeshauptstadt auf, um Essen, Kleidung, soziale Beratung oder ein Dach über dem Kopf zu erhalten. Rund 80 Prozent der Obdachlosen sind Männer. Starc: „Günstiger Wohnraum ist absolute Mangelware, die Kosten für das tägliche Leben explodieren, viele Menschen können sich die notwendigsten Dinge einfach nicht mehr leisten“. Die Chefin des Egger-Heimes erklärt weiters: „Kündigungen, Krankheiten, Trennungen, Todesfälle oder Delogierungen können jeden treffen und völlig aus der Bahn werfen. Wir sind dann für die Betroffenen da. Sie finden auch ein Bett in der Notschlafstelle.“ Christian Eile, Caritas-Bereichsleiter für „Menschen in Not“: „Neben unserem budgetierten Beitrag sind wir in diesem Bereich auf Spenden angewiesen. Herzlichen Dank dem Club 41 Wörthersee!“ Sozialarbeiter Martin Göhler: „Wir versuchen unseren unterstützungsbedürftigen Gästen, die ja nicht auf die Butterseite des Lebens gefallen sind, ein wenig Normalität zu vermitteln.“ Anstieg von Betrugs-SMS Zum Safer Internet Day warnt die Rundfunk- und Telekomregulierungsbehörde (RTR) vor Betrugs-SMS. Heuer gab es allein im Jänner bereits fast 1.700 Beschwerden bei der RTR – gut dreimal so viele wie im selben Zeitraum des Vorjahres. Dank künstlicher Intelligenz werden die Nachrichten immer professioneller, typische Rechtschreibfehler gehören der Vergangenheit an. Auf Platz eins der Betrugs-SMS ist nach wie vor die Masche mit der angeblichen Tochter oder dem Sohn mit neuem Handy und neuer Nummer. „Club 41 Wörthersee“-Vizepräsident Georg Ebner mit Katrin Starc und einem Scheck über 1.500 Euro Foto: Caritas Kleine Spatenstichfeier beim Rüsthaus in Treffelsdorf v.l.n.r. GV Patrick Krainer, Vzbgm. Herbert Pichlmaier, Architekt Winfried Pichorner, Gemeindefeuerwehrkommandant und Kommandant der FF Treffelsdorf Simon Remschnig, Bgm. Harald Jannach und Vzbgm. Konrad Petautschnig ANZEIGE © KhFessl

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