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das KÄRNTEN SPORT 15 Wir haben Mitglieder des Austria Klagenfurt Legendenklubs, Fans und Sportjournalisten zur aktuellen Situation der Austria Klagenfurt befragt. Alle hoffen auf einen Neustart! Helmut König, Ex-Austrianer, Obmann Legendenklub Walter Grill, ehem. SportJournalist & Jugendtrainer Heinz Traschitzger war lange Sportredakteur Kleine Ztg. Kurt Widmann, Ex-Austrianer, Mitglied Legendenclub Alois Jagodic, Ex-Austrianer, Mitglied Legendenclub Walter Koch, Ex-Austrianer, Mitglied Legendenclub Waschi Mertel, ehemaliger Obmann Robert Trappitsch, ehem. Austria Co Trainer Mario Zolle, Fanclub Amigos Feichter Marko, Fandachverband Wir.Austrianer Was sagen Sie zur derzeitigen Situation der Austria Klagenfurt? Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist die Austria zu leiten. Ich unterstütze daher jeden, der sich dieser Aufgabe stellt. Leider hat‘s sich abgezeichnet. Schon lange. Beginnend in der Ära Svetits. Der hat die Austria an die KarajicaBrüder verscherbelt, obwohl ein deutlich besseres Angebot eines US-Investors – via Unternehmensberater Österreicher – vorgelegen ist. Traurig, aber die Situation hat sich ja seit Monaten, eigentlich seit einigen Jahren, abgezeichnet. Ohne Geld gibt es halt auch keinen Profifußball. Ich hoffe, dass was sie versprechen, auch eingehalten wird ... Ich habe keine Worte dafür. Grundsätzlich positiver Ansatz für einen Neubeginn. Es ist sehr, sehr traurig, dass es soweit gekommen ist, aber es fehlt offensichtlich einerseits an einem sicheren finanziellen Fundament und andererseits an einer kontinuierlichen, geduldvollen Akademiearbeit! Man müsste langfristig planen. Traurige Situation, dass Klagenfurt es nicht schafft, in der Bundesliga nachhaltig zu bestehen. Im Vergleich zum KAC. So schafft man es nicht, eine Fankultur aufzubauen. Wir haben eine klare Meinung zu Zeljko Karajica, die wir im letzten Jahr im Stadion kundgetan haben. Mittelfristig sehen wir keine positive Zukunft unter seiner Führung. Zu allen anderen Akteuren haben wir keine Meinung. Ja natürlich, wenn ich im Lande bin besuche ich jedes Heimspiel, egal in welcher Klasse die Austria spielt ... Violett/weiß forever! Obwohl diese Regionalliga sportlich ein Witz ist (Frage an die Leser: Wo ist Dietach, Gurten oder St. Anna?). Die Derbys besuche ich sicher. Ja, sicher. Da könnten die heimischen Fußballfans durch ihren Besuch auch zeigen, dass ihnen die Austria bzw. der Spitzenfußball in Klagenfurt doch am Herzen liegt. Selbstverständlich. Ja, wenn sie vorne mitspielen, sowieso. Selbstverständlich bin ich bei jedem Heimspiel dabei. Natürlich, denn Fußball gibt der Jugend soviel und die junge Generation verdient auf allen Ebenen Unterstützung. Gelegentlich schon. Selbstverständlich schauen bzw. besuchen wir die Heimspiele der Austria. Alle Fangruppe sollen an einem Strang ziehen. Wir besuchen im Frühjahr die Spiele der Austria Amateure und unterstützen mit Herz und Hand den Stammverein inklusive des Nachwuchses und der Austria Frauen. Helmut Kaltenegger ist auf Grund seiner Vita ein äußerst schillernder und kreativer Mensch ... ich hoffe, dass er in Klagenfurt das Umfeld vorfindet, um seine Ideen zu verwirklichen ... Kärntner für Kärnten? Mit Leuten wie Prof. Wiegele, W. Pietsch, H. Knapp & S .Stieglitz. In den Vorstand gehören einige Austria-Legenden als Beirat. Auch die Politik ist gefordert – wie in Wien, in Linz oder Tirol, wo bedeutende Firmen den Sport sponsern. In Ermangelung anderer personeller Alternativen, bleibt wohl nichts anderes übrig, als die „Krot zu schlucken“. Skepsis ist jedenfalls angebracht. Kein Kommentar. Kein Kommentar. Lassen wir sie in Ruhe arbeiten. Es ist schwer, über ein Team zu sprechen, das man nicht kennt! Wichtig wäre es, einen zukunftsorientierten Weg zu gehen! Gefallen hat mir, dass Austria-Klagenfurt-Idole ihren Club nicht alleine lassen und stets wahre Helfer sind! Das gibt Hoffnung! Kein Kommentar. Aus jetziger Sicht kann man das schwer beurteilen. Es muss sauber und transparent gearbeitet werden. Die Ur-Austrianer müssen ins Boot geholt werden und unbedingt ein Mitgliederverein mit Stimmrecht. Das muss man Helmut Kaltenegger direkt fragen. Es muss weitergehen ... es geht um hunderte fußballbegeisterte Jugendliche, um die Frauenmannschaften, die Fans etc. Die Austria ist ein Klagenfurter Kulturgut und wird uns alle überleben ... Glaube? Es ist ein Hoffen! Habe ja „meine“ Austria seit Kindheit begleitet (Nachwuchskicker, Jugendtrainer, BNZ- und Austria-Funktionär). Krankl würde sagen: „Wir haben keine Chance, also nützen wir sie.“ Die angekündigten Pläne sind ja irgendwie nachvollziehbar, doch angesichts dessen, was von der bisherigen Führung schon alles versprochen wurde, muss man schon sehr blauäugig sein, um daran zu glauben. Es wird immer weitergehen. Ich hoffe es. Auf alle Fälle, dieser Traditionsverein muss erhalten bleiben! Ja, ich glaube an den Fortbestand, wenn vermittelt werden kann, dass die Austria eine aufrichtige, bildungsorientierte und besucherbewusste Jugendarbeit mit Schwerpunkt: Sportliche Absicherung, betreibt! Weiter wird es immer gehen, nur wie? Wo wären wir damals, also 1995, gewesen, wenn die Austria nicht von beiden Fanclubs unterstützt worden wäre – bis in die Bundesliga. Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen einen Beitrag zu leisten, damit es weitergeht. Daher setzen wir unsere Tatkraft im Frühjahr in den Stammverein. Bei den Amateuren, dem Nachwuchs und den Frauen. Dank Zeljko Karajica haben wir fünf tolle Jahre mit Aufstieg und großen Erfolgen in der Bundesliga erlebt. Leider hat er nicht rechtzeitig neue Investoren, den Gerüchten nach waren es Amerikaner, an Bord geholt. Undurchsichtig! Warum „klammert“ er sich an unseren Klub, hat 2022 die US-Investoren (18-20 Millionen Euro) nicht an Bord geholt? Warum nicht Herrn Knapp & Co? Warum nahm er lieber den Absturz in Kauf? Nach der auch nicht ruhmvollen Svetits-Ära waren alle froh, dass ein „Retter“ aufgetaucht ist. Anfangs lief es nicht schlecht, dann war der Hauptgesellschafter nicht mehr in der Lage, die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen. Einem Nackten kann man nichts aus der Tasche ziehen. Kein Kommentar. Gefühlsmäßig mit Dollinger okay. Karajica kennt die Fehler der Vergangenheit. Diese gilt es nicht zu wiederholen. Ich kenne ihn überhaupt nicht und habe auch noch nie ein Fachgespräch geführt und kann daher die Frage nicht beantworten, ob die Probleme ausschließlich bei ihm lagen !!! Kenn‘ ich nicht, aber versagt. Der Fehler ist, es ist kein Mitgliederverein wie in alten Zeiten (z. B. die alte Austria oder FC Kärnten). Siehe Punkt 1. Zeljko Karajica konnte in Klagenfurt kein nachhaltiges und breites wirtschaftliches Fundament aufbauen und ist daher gescheitert. Glauben Sie an ein Fortbestehen der Austria in dieser schwierigen Situation? Werden Sie die zukünftigen Heimspiele der Austria Klagenfurt besuchen? Karajica hat binnen kürzester Zeit die Austria ruiniert, was halten Sie von ihm? Sind Kaltenegger, Karajica & Dollinger die Richtigen, oder wünschen Sie sich ein neues Team mit echten Austrianern? Fotos beigestellt/Privat

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