Das Kärnten - E-Book

das KÄRNTEN AKTUELL 7 Tipps vom Steuerprofi von Steuerbearter Mag. Peter Weitzel Arbeitnehmerveranlagung 2025 Ziel der Arbeitnehmerveranlagung ist es, einen jährlichen Steuerausgleich zu schaffen, bei dem zu viel gezahlte Lohnsteuer zurückerstattet werden soll. Dies ist insbesondere relevant bei schwankenden Einkünften, Jobwechseln oder Teilzeitarbeitsverhältnissen. Im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung können individuelle Werbungskosten, Sonderausgaben und Freibeträge geltend gemacht werden bzw. besteht die Möglichkeit, zusätzliche Steuerabsetzbeträge (z. B. Familienbonus Plus) zu erhalten. Keine AN-Veranlagung ist möglich, wenn (auch) selbständige Einkünfte erzielt werden, in diesen Fällen muss eine Einkommensteuererklärung eingereicht werden. Formen der Arbeitnehmerveranlagung und Fristen Eine freiwillige Arbeitnehmerveranlagung kann rückwirkend bis zu fünf Jahre eingereicht werden, für 2025 kann die Erklärung somit bis 31.12.2030 eingereicht werden. Sinnvoll ist dies insbesondere dann, wenn während des Jahres Einkommensschwankungen oder eine nicht durchlaufende Lohnabrechnung gegeben ist (z. B. Eintritt/Austritt während des Jahres). Verpflichtend ist die Arbeitnehmerveranlagung dann zu erledigen, wenn beispielsweise während eines Jahres parallel mehrere lohnsteuerpflichtige Einkünfte gleichzeitig bezogen wurden, weiters auch dann, wenn die Voraussetzungen für steuerlichen Begünstigungen in 2025 nicht vorlagen, diese jedoch bei der laufenden Lohnverrechnung monatlich berücksichtigt wurden. Dies betrifft insbesondere den Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag, das Pendlerpauschale oder auch den Familienbonus Plus. Die Einreichung der Steuererklärung hat in diesem Fall bis 30.06.2026 online zu erfolgen. Weiter ist auch noch die sogenannte antragslose Arbeitnehmerveranlagung vorgesehen. Von Amts wegen wird das Vorjahr nochmals durchgerechnet, eine allfällige Gutschrift wird automatisch erstellt und auf das im Steuerakt hinterlegte Bankkonto automatisch zurücküberwiesen. Diese Form der Veranlagung ist jedoch nur zulässig, wenn kein verpflichtender Grund für die Abgabe eine Arbeitnehmerveranlagung vorliegt (s. oben) bzw. wenn nicht bis 30.06. sowieso bereits ein Antrag auf Arbeitnehmerveranlagung eingereicht wurde. Trotz antragsloser Veranlagung kann innerhalb von 5 Jahren freiwillig eine Arbeitnehmerveranlagung beantragt werden, um z. B. berufsbedingte Kosten zu berücksichtigen. Ein funkelnder Diamant, gepresst aus der Kremationsasche eines Verstorbenen. Ein glitzernder Ring oder eine Halskette als Andenken an einen Menschen, der viel zu früh aus dem Leben geschieden ist. Dieser Trend zeichnet sich im Bestattungsgewerbe ab. Das bestätigt Roman Macher, Geschäftsführer der Bestattung Kärnten. Macher: „Wir merken zusätzliche Anfragen nach einer Diamantbestattung, die natürlich ein Urnenbegräbnis voraussetzt.“ Für die Herstellung eines solchen Edelsteines wird entweder ein Teil der Asche der Verblichenen oder eine bestimmte Menge an Haaren benötigt. Symbol für die Ewigkeit Konkret werden für einen synthetischen Diamanten mindestens 500 Gramm Asche oder fünf Gramm Haare herangezogen. Ingo Sternig, Organisationsmanager der Bestattung Kärnten: „Da geht es um eine sehr persönliche Beziehung zu dem verstorbenen Menschen, eine Art ständige Verbundenheit. Ein Diamant gilt als Symbol für die Ewigkeit und Reinheit. Er ist ein Andenken zum Anfassen. Bei betroffenen Angehörigen steigt derzeit das Interesse an diesen ungewöhnlichen Schmuckstücken.“ Bei der Herstellung dieser besonderen Stücke, die an eine geliebte Person erinnern sollen, wird aus der Asche der Kohlenstoff isoliert und in Grafit umgewandelt. Aus diesem Material entsteht nach einem speziellen chemischen Verfahren unter großem Druck und enormer Hitze ein Edelstein. Es geht dabei um einzigartige Unikate, die für Hinterbliebene einen persönlichen Wert und eine unmittelbare Nähe zu den Verstorbenen darstellen. Man trägt das außergewöhnliche Schmuckstück immer bei sich … Zudem wird nur ein Teil der Kremationsasche für Erinnungsedelsteine verwendet, die restliche Asche muss in einer Urne beigesetzt werden. Wie letztlich der Diamant geschliffen wird, kann individuell ausgesucht werden. Bei kleineren Steinen (je nach Schliff und 0,25 bis 0,4 Karat) geht man von Kosten zwischen 2000 und 4000 Euro aus. Bei größeren Exemplaren steigt der Preis entsprechend. Die weiß-bläulichen Steine können als zeitlose Verbindung zu einem Menschen und unvergängliches Erbstück mit einer Gravur versehen werden. Man kann beim Trauerschmuck zwischen einem Diamanten, einem Rubin und einem Saphir wählen. Ingo Sternig: „Die Feuerbestattung hat in Kärnten in den letzten Jahren enorm zugenommen. Das zeigt auch die wachsende Anzahl unserer idyllischen Friedensforste mit auflöslichen Bio-Urnen. Dort vermischt sich die Kremationsasche mit der Erde, mit Mutter Natur. Wir betreuen bereits 17 Friedensforste, weitere Projekte sind geplant. Bisher wurden 2.500 Urnen am Fuße eines Baumes beigesetzt, derzeit liegen 5.000 Reservierungen für diese Naturbestattung bei uns auf. Jetzt verzeichnen wir zusätzlich einen Trend zum Trauerschmuck, zu den edlen Labordiamanten …“ Die Bestattung Kärnten arbeitet bei der Edelsteinbestattung mit dem Rosentaler Unternehmen „Liebesfels Eternal Diamonds“ zusammen. „Liebesfels“-Geschäftsführerin Ramona Moosbrugger: „Wir sind österreichweit die Spezialisten für diese Elemente des Lebens, für diese hochwertige Diamanten und bieten dabei alles aus einer Hand.“ Zudem gibt es die Möglichkeit, auch für geliebte Haustiere Erinnerungssteine aus Haaren, Fell usw. anfertigen zu lassen. Interessant: „Liebesfels“ lässt auch für lebende Menschen Schmuckstücke aus getrockneten Blüten oder jedem anderen kohlenstoffhaltigen Material anfertigen. Etwa für eine goldene Hochzeit oder als „persönliches Geschenk“ für Familienangehörige, die z. B. auf einem anderen Kontinent wohnen. H. Raffer Kärnten: Starke Nachfrage nach Diamantbestattungen Aus der Kremationsasche eines Verstorbenen entsteht funkelnder Edelstein. Bestattung Kärnten-Geschäftsführer Roman Macher (rechts) und Organisationsmanager Ingo Sternig im Friedensforst: „Die Zahl der Diamantenbestattung als ewige Erinnerung an einen geliebten Menschen steigt ...“ Foto BKG Zeckensammeln für Forschung Mit dem wärmeren Wetter erwachen die Zecken aus ihrer Winterruhe. Wer in der Natur unterwegs ist, sollte daher besonders aufmerksam sein. Entdeckt man eine Zecke an sich oder seinem Haustier, kann man diese zur Analyse an die AGES schicken. Immer mehr Menschen beteiligen sich am nationalen Zeckenüberwachungsprogramm: Die Zahl der eingesandten Zecken hat sich im Vorjahr auf mehr als 8.000 versechsfacht. Darunter waren auch neun eingeschleppte tropische Riesenzecken, teilt die AGES mit. Impfen in Apotheken soll kommen Die Regierung will ab dem kommenden Jahr, das Impfen in Apotheken ermöglichen. Damit erfülle man einen großen Wunsch der Bevölkerung, sagte Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ). Noch heuer soll ein Angebot beschlossen werden, das niederschwellige Impfungen in Apotheken erlaubt. In den kommenden Wochen beginnen dazu Gespräche mit den Systempartnern, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Ziel ist eine höhere Impfquote. 1,8 Millionen Alkoholkontrollen Die Bundespolizei führte im Vorjahr 1.868.304 Alkoholkontrollen durch. Dabei gab es 28.428 Anzeigen wegen Alkohols am Steuer sowie 8.555 Anzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss, so das Innenministerium. Die meisten Anzeigen wegen Alkohol am Steuer gab es in Oberösterreich (4.887), gefolgt von Niederösterreich (4.789) und der Steiermark (4.572). Anzeigen wegen Drogeneinfluss wurden am häufigsten in Wien (2.341) registriert, gefolgt von Oberösterreich (1,582) und Niederösterreich (1.510). Straßenlärm belastet das Herz Selbst mäßiger Straßenlärm kann sich bereits nach einer einzigen Nacht negativ auf Herz und Kreislauf auswirken. Zu den Folgen zählen ein schnellerer Herzschlag und eine verringerte Elastizität der Blutgefäße, berichten deutsche Forscher im Fachmagazin Cardiovascular Research. Die Studienautoren plädieren daher für konsequenten Lärmschutz, etwa durch Tempo-30-Zonen. Jede Reduktion von Dezibel bedeute weniger Stress für die Gefäße. Mehr Menschen mit Adipositas In Österreich leben rund 4,2 Millionen Menschen ab 15 Jahren mit Übergewicht oder Adipositas. Anlässlich des Welt-Adipositas-Tages fordern Expertinnen und Experten Eltern auf, frühzeitig gegenzusteuern. Rund 70.000 Kinder und Jugendliche sind betroffen. Aus Angst, ihre Kinder zu verletzen, dürften Eltern nicht wegsehen, betont Adipositas-Experte Daniel Weghuber. Hilfe könne vielfältig sein, etwa durch therapeutische Angebote. Grippewelle 2025/26 zu Ende Die Grippewelle 2025/26 ist beendet. In den vergangenen Wochen sei ein kontinuierlich rückläufiger Trend zu beobachten gewesen, der schließlich unter das epidemische Niveau gefallen ist, teilte das Nationale Influenza-Zentrum Österreich mit. Die Saison begann rund vier Wochen früher als üblich und war von einer neuen Virusvariante geprägt. Dominant war der Influenza-Subtyp H3N2, die Intensität der Grippewelle lag insgesamt im mittleren Bereich. © AdobeStock/busra Ki generiert Foto beigestellt

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